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Meine Kanäle: Comedy & Cartoons / Reise-Abenteuer / Vlog-Schrott
 
20. August 2008 / 15:14
OZ (WA): August 20, 2008 / 21:14

AUSTRALIEN-REISE

Im Land der versteinerten Raketenwürmer

Ich kann von Glück sagen, dass ich noch einmal nachgeschlagen habe, worum es sich genau handelt, und nicht einfach drauflosschrub: „Im Land der versteinerten Termitenhügel“ – was beim Anblick der zwei bis vier Meter hohen Kalksteinsäulen nämlich naheliegend gewesen wäre.

Jedenfalls weiß ich nun, dass ein Teil meiner auf falschen Annahmen beruhenden Videoaufnahmen bestenfalls synchronisiert den Weg in eine zukünftige „Manniac und Charlie entdecken Australien“-Episode finden werden.
Doch wen stört schon geballtes Unwissen und zur Schau getragene Doofheit, wenn man durch die beeindruckendsten Naturmonumente der Welt fahren darf? Mich jedenfalls nicht!
Stellen wir uns also ruhig vor, wir befinden uns in den Überresten eines vor Urzeiten untergegangenen Reichs, in dem Termiten der Welt dominierende Herrschaftsform waren, und die ersten Menschen noch nichts weiter als flüssige Glieder eines in der Entwicklung befindlichen mittelafrikanischen Primatentums. Lassen wir uns auch nicht beirren von den Erkenntnissen moderner Forschung, nach denen die Entstehung der Säulen auf in den Boden eindringenden Säuren und Pflanzenwuchs zurückzuführen ist.
Glauben wir lieber dem Auge, denn dieses fühlt sich aus guten Gründen erinnert an die phallischen Sandbauten, welche vor allem im tropischen Norden Termitenvölker vor der erbarmungslosen Hitze schützen.*

Um möglichst viel aus dem Tag zu machen, und um außerdem den Besucheransturm am Abend zu meiden, waren Charlie und ich schon vor Sonnenaufgang aus der Kleinstadt Cervantes zum Nambung Nationalpark aufgebrochen. Der vom Morgenrot erleuchtete Busch war schon auf dem Hinweg von ungewöhnlich vielen hellgelben Wildblumen übersäht**, doch vor allem die orange-leuchtenden Spitzen der „Pinnacles Desert“, vermochte es schließlich, mir mit ihrer Brillianz die Worte aus dem Mund zu hauen.

Um die Erkundung des weitläufigen Geländes zu erleichtern, erlaubt die Parkverwaltung Autofahrern den Zugang zu einem mehrere Kilometer langen Loop, der links und rechts von kleinen Steinen begrenzt ist. Doch auch zu Fuß lässt sich die Landschaft erkunden.

Nach seinem legendären Fall, hat Sauron in der Tourismusbranche von Australien ein neues Zuhause gefunden.

Allerdings hat er hier auch mit einiger Konkurrenz zu kämpfen …

Wellenmuster zeichnen sich auf dem Sand ab, der die höheren und flachen Steine umgibt. Hin und wieder findet man Spuren nachtaktiver Tiere, wie Schlangen, Emus oder kleiner Beuteltiere, doch vor allem und nach langen Trockenperioden verraten Teppiche von Schuhabdrücken die Bedeutung der Pinnacles Desert als eine der beliebtesten Tourismusgebiete Westaustraliens.

Zwei Galahs haben sich auf einem Säulenspitze in die Sonne gesetzt. Die rot-grauen Vögel gehören neben dem weißen Kakadu zu einer der verbreitetsten Papageienarten von Australien. Normalweise sind sie recht scheu, doch diese beiden nehmen mich und meine Kamera gelassen zur Kenntnis.

Gegen Mittag verlasse ich die Wüste und setze die Fahrt in den Norden fort. Von hier an befinden wir uns mitten in blühenden Wildblumenfeldern, auf die ich mich schon seit Monaten gefreut habe, und die Westaustralien für Botanik- und Farbenfans so spannend macht. Macht Euch also bereit für eine Explosion von Farben! Wobei, nach diesem Artikel hier müsstet Ihr eigentlich auf alles gefasst sein XD

Wer den – leider nicht ganz vollständigen – Loop um die Pinnacles gerne selbst einmal abfahren möchte (Zur genauen Ansicht, welche Teile der Strecke verfügbar sind, hier klicken), kann ihn hier aus der Streetview-Ansicht erleben. Oder er wartet noch ein wenig, bis das dazu passende Video von Manniac und Charlie fertig ist***. Dort ist der Loop nämlich vollständig. :-)


Größere Kartenansicht

* Wer religiös ist, findet bestimmt eine biblische Erklärung, die er sich zurechtbiegen darf. Ist mir eigentlich auch egal.
 
** Davon bald mehr!
 
*** Bis dahin kann es allerdings noch eine ganze Weile dauern. Also, schätzungsweise irgendwann nächstes Jahr oder so :-S

Die Strecke zwischen Joondalup und Cervantes konnten Charlie und ich dank der flexiblen Kilometerunterstützung von Christian Fiedler zurücklegen.

 
 


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