Aus dem bewegten Leben einer dicken Katze
Es war einmal eine dicke Katze, die lebte in einem hohen, gar schiefen Turm. Alle nannten sie die Pisa-Katze.
Wenn sich die Pisa-Katze, nach einem Tag schweren Herumliegens auf Sofas und Drehstühlen, in die oberen Etagen ihrer Residenz zurückzog, kündete wogendes Schwanken von Unheil. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis der Turm ihrem Gewicht nicht mehr standhalten würde und umfiel.
Auch die Götter sahen dies mit Besorgnis, und nach langem Zögern, stellten Sie die Katze vor eine Wahl:
Dringend müsse sie ihr Gewicht reduzieren, denn nur so könne der Schlafplatz auf dem hohen Turm gerettet werden.
Doch dazu mussten ihre Essensrationen reduziert werden.
Für die Katze war es ein Riesenschock.
Sie flehte und bettelte um Gnade und schließlich hatten die Götter ein Einsehen: Sie boten ihr an, statt der Diät einen strengen Trainingsplan durchzuführen.
Dankbar zog die dicke Katze los, und machte sich auf die Suche nach geeigneter Sportbekleidung. Sie wühlte sich durch Schränke, prüfte Socken auf Schweißgeruch und Regenjacken auf ihre Wasserfestigkeit, und schließlich, in einer dunklen Ecke eines Zimmers, fand sie etwas, das nahezu perfekt schien: Überzogen mit der Patina von Abenteuer und dem Duft der großen Welt: Ein Schuh, der ihr zu passte, wie die Faust auf’s Auge.
Tapfer schlüpfte die Pisa-Katze in den sportlichen Schuh. Sie gab sich redliche Mühe, und begann durch hoppelndes Robben über den dicken Teppich den immer noch dicken Bauch flach zu schleifen.
Das tat sie den ganzen Tag, über viele Stunden hinweg, ganz gleich, ob es draußen hell war oder dunkel. Nie wurde ihr das robbende Schleifen zu viel, und wenn sie dabei hungrig wurde, leckte sie einfach ein wenig an Plastiktüten, um die alte Gier zu besänftigen.
Doch so sehr sie sich auch mühte, immer wenn sie vom Training auf den Boden sank, schien der Bauch so mächtig und solide, wie zuvor.
Die Götter verstanden nun, dass ihr Versuch fehlgeschlagen war. Keine Diät, keine Training konnten helfen: Der Bauch war einfach zu groß, die Gewichtsabnahme unerreichbar. Und noch eines fiel ihnen jetzt wie Schuppen von den Augen: Der Bauch und die Katze waren synonym! Reduzierte man das eine, reduzierte man auch die Katze. Sie merkten, dass sie einen großen Fehler begangen hatten und brachen den Trainingsplan sofort ab.
Doch wie sollten sie nun verhindern, dass die Pisa-Katze eines schweren Tages samt Turm aus dem Himmel plumpste?
Nach langer Beratschlagung sicherten sie den Turm mit massiven Drahtseilen und brachten ihn in eine senkrechte, für alle Beteiligten sichere Position.
Zufrieden prüfte auch die dicke Katze die Drahtseile und begab sich danach auf ihren alten Platz, um sich dort zur Ruhe zu betten. Pisa-Katze wurde sie fortan nicht mehr genannt, aber das war egal, solange sie einen Platz hatte, von dem man den ganzen Raum beobachten konnte. Sogar im Schlaf.
Und wenn sie nicht gerade am Fressen ist, dann schläft sie dort noch heute.
The End.









Yammi... What a fat Pussycat!
Yuhuu! Endlich wieder Katzencontent vom Feinsten! ;)
Was für ein armes Geschöpf...
Die Gefahr, dass Missy Expisa jetzt Hochseilartistin wird, besteht wohl eher nicht..... :-)
Sehr gelacht. Schöne Fotos! Tolle Geschichte.
Ein bekennender catcontent-Fan
NIx da arm! Puschelig! Das meiste ist eh nur Fell, jawoll!
Einen Moment lang war ich versucht, dies als Allegorie auf unser deutsches Bildungssystem zu nehmen. Doch vermutlich ist es wohl die Geschichte einer realexistierenden Katze. ;-)
Coole Bilder :-)
Was für eine süße Katze! Vor allem sind die Bilder von der süßen Katze große Klassen, sonst könnten wir ja gar nicht die Süßheit der Katze bewerten!
Juhu! Katzencontent!
Was für ein Leben!
Mein Dicker kann da mithalten. Auch was den Kratzbaumschiefegra d angeht.
Das mit dem Drahtseil ist eine gute Idee, die leih ich mir mal aus.
Wombatcat! Zumindest was den Bauchumfang angeht ;) Sehr kuschelige Story. Da vermisse ich sofort keine Katze zu haben!
@Wettbewerbsverzerr er: Watch yo language, dude!
: Miau!
: Wieso das denn? Die fühlt sich wohl. Die guckt nur immer so erschrocken - das ist normal.
otter: Die sind ja leider auch nicht so reisefreudig :I
@Bellerophon
@Horatiorama
@Solange ich noch in einem Katzenhaushalt wohne, könnte das mehr werden...
@Batz: Eben. Fast nur Fell und Polster.
@Martin von der Dü(h)ne: Ähm, öhm, ja, sonst hätte ich die Katze Rechenaufgaben lösen lassen. Aber da wäre die Fotostrecke nicht so lustig geworden. :)
@The Exit: Das ist scharfsinnig beobachtet :))
@MoMiMi: Aber gut festschnüren! Man weiss ja wie gut Katzen Knoten lösen können...
@Kiwisp
Dies ist die schönste Katezengeschichte meines Lebens!
Mehr von der dicken Katze, bitte. Die hat doch ne ganze Menge zu erzählen. DAs schafft die doch im Schlaf... ;)