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14. Juli 2008 / 17:22
OZ (WA): July 14, 2008 / 23:22

AUSTRALIEN-REISE

Pechman goes essen

Koreanisch

Keine Sorge, heute gibt’s keine Hiobsbotschaft. Nur eine Anekdote, was passieren kann, wenn man in Perth futtern geht, und zwar fuer halbwegs wenig Geld. Das wunderliche dabei ist: Je edler das Restaurant, umso fauler die Koeche!
Das koreanische Spezialitaetenrestaurant im Herzen von Northbridge verzichtet auf diesen traditionellen Ballast lieber ganz und investiert seine Einnahmen in Rauchmelder und die taenzerische Weiterbildung von Servierdamen. Professionell leichtfuessig balancieren sie Butter, Kraut und rohes Fleisch auf die flachen Tischchen, wechseln im dreifachen Achssprung von einer Seite auf die naechste und entzuenden dabei in der Mitte eingelassene Flammenoefen, wie nebenbei.
Kochen muss man dann allerdings selbst.

Nur, wenn Leute ans Werk gehen, die wie ich, auf das Erhitzen von Dosenravioli professionalisiert sind, merkt das ein Rindshaschee natuerlich sofort, und raecht sich mit spruehendem Butterregen und schwarzen Atompilzen bis unter die Decke.
In Nullkommanix pfeift der Feuermelder die Belegschaft zusammen, ehe man auch nur “Schwanensee” nuscheln kann.
Meinereins wuenscht sich in solchen Momenten immer ganz weit weg, und die betonte gelassene Hetze Ruhe der taenzelnden Feuerwehr macht es meinem schlechten Gewissen irgendwie auch nicht leichter.

Kurz darauf der naechste Versuch mit einer frischen Pfanne, und der Rauch ist ja auch schon fast wieder aus dem Raum. Unter fachkundigem Auge bette ich voooorsichtig das naechste Haeppchen Fleisch auf den gebutterten Eisenrand … Es brutzelt und zischt. Die Taenzerin laechelt: The beef has landed.

Geschmeckt hat es uebrigens so gut, dass ich nun erwaege, eine Karriere als Koch zu beginnen. Dass mir dafuer ein gewisses Talent durch die Adern pumpt weiss ich ja nicht erst, seitdem ich mir Knotschies gemacht habe.
Und wie war das nochmal, in jeder Tucke steckt ein Friseur und ein Koch?

Ich werde gut schlafen heute nacht, und lachend zuruecktraeumen, von vergangenen Zeiten, in denen ich mir auf gottverlassenen Rastplaetzen von Tasmanien ein mageres Sueppchen, Spiralnudeln und Fleisch gekocht habe. Haha! Ha. Ach mann…

Selbstgekocht

 
 

6 Reaktionen zu Pechman goes essen

  1. Cara

    Danke für den höchst amüsanten Bericht!
    Die neue Übersichtlichkeit hat ja in der europäischen Haute Cuisine schon länger Einzug gehalten, aber wenn das Bißchen auch noch abfackelt, dann kann man wohl tatsächlich nur noch lachen.
    Hoffentlich hast Du Dir jetzt kein kontinentales Lokalverbot in ganz Down Under eingehandelt. ;)

  2. Basti

    Schade das wir in Zukunft wohl auf sowas verzichten müssen und du uns bestimmt mit langweiligen Haupstadtpossen abspeisen wirst!
    Hah hat jemand den Wortzwitz mitbekommen!?

    Immer schön Zero bleiben!

  3. asaaki

    hey, colaflaschen als lampen umbauen, sieht zumindest fast so aus auf dem bild. und das mit dem kochen ... naja, üben wir nochmal. ;o)

  4. The Exit

    Wegen Ihres Haschees muss ich jetzt ans Lungenhaschee, was im Österreichischen ein Beuschel ist und gerne im Weißen Rössl am Wolfgangsee serviert wird, denken!

    Ansonsten halte ich es wie Herr Asaaki! Es gibt in Berlin ja viele hübschen Jungs, die sich Deiner annehmen könnten! Zum Beispiel kann der Herr Rob extrem fantastisch kochen!

  5. Spontiv

    Auch der Herr Exit kann extrem fantastisch kochen!

  6. asaaki

    ich kann extrem kochen! aber fantastisch? sagen wir es so, bisher hat alles, was ich gekocht und serviert habe, jedem geschmeckt. ein zehntel stern ist da schon drin. dafür bin ich jünger als die fantastischen köche hier... :-P


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