<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss
version="2.0"
xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
> <channel><title>Kommentare zu: Der Tod und das M&#228;dchen</title> <atom:link href="http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/</link> <description>YouTube- und Reise-Junkie Manniac entdeckt Berlin und die Welt.</description> <lastBuildDate>Mon, 21 May 2012 11:48:38 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator> <item><title>Von: Magic M.</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14326</link> <dc:creator>Magic M.</dc:creator> <pubDate>Thu, 10 Jul 2008 20:21:33 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14326</guid> <description>@ Manniac: Ich habe mich etwas unverst&#228;ndlich ausgedr&#252;ckt, meinte aber das letztendlich so wie Du es kommentiert hast. Es ist nat&#252;rlich der Unbeteiligte dem nichts anderes als ein &quot;Patentrezept&quot; zur Verf&#252;gung steht.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@ Manniac: Ich habe mich etwas unverst&#228;ndlich ausgedr&#252;ckt, meinte aber das letztendlich so wie Du es kommentiert hast. Es ist nat&#252;rlich der Unbeteiligte dem nichts anderes als ein &#8220;Patentrezept&#8221; zur Verf&#252;gung steht.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Manniac</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14266</link> <dc:creator>Manniac</dc:creator> <pubDate>Tue, 08 Jul 2008 06:49:54 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14266</guid> <description>@Pepa:
Wenn ein Gericht so urteilen wuerde, muesste man aber den Richter fuer geisteskrank erklaeren :)
Fuer mich ist Recht eine fremde Sprache, die mit meinem Leben manchmal sehr wenig zu tun hat ...
Ich glaube aber ohnehin nicht, dass das Recht einen Anspruch auf Sterbehilfe festlegen sollte. Das ist ja genauso hirnrissig, als ob man Selbstmord &quot;verbieten/erlauben&quot; wollte. :) Es sollte doch darum gehen, dass andere Menschen dem Sterbewilligen beim Selbstmord helfen sollen, ohne dafuer bestraft zu werden.@mariong:
Es sagt doch niemand, dass Sterbehilfe anzunehmen bei Todkranken eine Pflicht sein sollte. Natuerlich sollen Patienten Unterstuetzung erhalten, so lange sie kaempfen wollen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Pepa:<br
/> Wenn ein Gericht so urteilen wuerde, muesste man aber den Richter fuer geisteskrank erklaeren :)<br
/> Fuer mich ist Recht eine fremde Sprache, die mit meinem Leben manchmal sehr wenig zu tun hat &#8230;<br
/> Ich glaube aber ohnehin nicht, dass das Recht einen Anspruch auf Sterbehilfe festlegen sollte. Das ist ja genauso hirnrissig, als ob man Selbstmord &#8220;verbieten/erlauben&#8221; wollte. :) Es sollte doch darum gehen, dass andere Menschen dem Sterbewilligen beim Selbstmord helfen sollen, ohne dafuer bestraft zu werden.</p><p>@mariong:<br
/> Es sagt doch niemand, dass Sterbehilfe anzunehmen bei Todkranken eine Pflicht sein sollte. Natuerlich sollen Patienten Unterstuetzung erhalten, so lange sie kaempfen wollen.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: mariong</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14243</link> <dc:creator>mariong</dc:creator> <pubDate>Mon, 07 Jul 2008 10:07:33 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14243</guid> <description>Ja. und daf&#252;r f&#252;rchte ich mich auch.Mein Vater hatte unheilbaren Krebs und k&#228;mpfte mehr als 15 Jahre um sein Leben weil er es wollte. Ich war dabei, als der behandelnde Arzt in der Uniklinik sagte &quot;Sie m&#252;ssen jetzt ans Sterben denken&quot; und ich dachte &quot;der hat Unrecht, wir m&#252;ssen ans (&#220;ber-)leben denken&quot;. Mein Vater ging einfach 1 Woche sp&#228;ter zum n&#228;chsten diensthabenden Arzt, er lie&#223; nicht locker bis ganz zuletzt. Er lie&#223; sich sein Recht zu leben, mit Schmerzen, mit Leid und Elend, trotz alledem nicht nehmen und k&#228;mpfte auch gegen die behandelnden &#196;rzte indem er einfach beharrend und hartn&#228;ckig war. Bis er nicht mehr konnte und bereit war zu sterben. Dann ging er auf seinen Wunsch ins Hospiz, legte sich aufs Bett und war drei Tage sp&#228;ter tot.Warum erz&#228;hle ich das?
Weil auch das - zugegebenerma&#223;en ungew&#246;hnlich - ein selbstbestimmter und trotz aller Widrigkeiten - w&#252;rdevoller Weg sein kann.Das Recht darauf muss bitte auch jeder haben, auch wenn es die Gesellschaft teuer kommt. Ich will keine legale Sterbehilfe. Das ist zu gef&#228;hrlich. Punkt.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ja. und daf&#252;r f&#252;rchte ich mich auch.</p><p>Mein Vater hatte unheilbaren Krebs und k&#228;mpfte mehr als 15 Jahre um sein Leben weil er es wollte. Ich war dabei, als der behandelnde Arzt in der Uniklinik sagte &#8220;Sie m&#252;ssen jetzt ans Sterben denken&#8221; und ich dachte &#8220;der hat Unrecht, wir m&#252;ssen ans (&#220;ber-)leben denken&#8221;. Mein Vater ging einfach 1 Woche sp&#228;ter zum n&#228;chsten diensthabenden Arzt, er lie&#223; nicht locker bis ganz zuletzt. Er lie&#223; sich sein Recht zu leben, mit Schmerzen, mit Leid und Elend, trotz alledem nicht nehmen und k&#228;mpfte auch gegen die behandelnden &#196;rzte indem er einfach beharrend und hartn&#228;ckig war. Bis er nicht mehr konnte und bereit war zu sterben. Dann ging er auf seinen Wunsch ins Hospiz, legte sich aufs Bett und war drei Tage sp&#228;ter tot.</p><p>Warum erz&#228;hle ich das?<br
/> Weil auch das &#8211; zugegebenerma&#223;en ungew&#246;hnlich &#8211; ein selbstbestimmter und trotz aller Widrigkeiten &#8211; w&#252;rdevoller Weg sein kann.</p><p>Das Recht darauf muss bitte auch jeder haben, auch wenn es die Gesellschaft teuer kommt. Ich will keine legale Sterbehilfe. Das ist zu gef&#228;hrlich. Punkt.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: pepa</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14225</link> <dc:creator>pepa</dc:creator> <pubDate>Sun, 06 Jul 2008 14:57:35 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14225</guid> <description>@Manniac: Die Sendung habe ich leider (oder vielleicht eher zum Gl&#252;ck?) nicht gesehen, aber dass die Medien sich wie die Geier und in der beschriebenen Art und Weise auf dieses Thema st&#252;rzen w&#252;rden, war ebenso klar, wie es widerlich ist.Grunds&#228;tzlich haben Sie mit der Definition von Mord recht. Ich glaube, wir haben es hier mit einer &#228;hnlichen Diskussion zu tun, wie wir sie damals beim §218 hatten. Die wurde zu Anfang ja auch h&#246;chst emotional gef&#252;hrt, aber den Kompromiss, der momentan (au&#223;erhalb Bayerns...) gelebt wird, finde ich mit gewissen Einschr&#228;nkungen durchaus gangbar, im Sinne von illegal aber straffrei unter bestimmten Bedingungen (unabh&#228;ngige Beratung mit Karenzfrist bis zum Eingriff) .
So etwas lie&#223;e sich selbstverst&#228;ndlich nicht eins zu eins &#252;bertragen, f&#228;nde ich aber vom juristischen Ansatz noch ehesten sinnvoll.Ein gesetzlich verankertes Recht auf aktive Sterbehilfe ist, wie es mir scheint, nicht nur unter medizinisch-ethischen Aspekten h&#246;chst problematisch, sondern vor allem auch unter juristischen.
So existiert z.B. hierzulande ein Urteil des Bundessozialgerichts, das zwar in seiner juristischen Logik zwingend nachvollziehbar, im Hinblick auf die praktische Auswirkung allerdings einigerma&#223;en absurd erscheint. Es geht in diesem Urteil (Aktenzeichen wei&#223; ich jetzt nicht) um off-label-use eines Medikaments, also um die Verwendung eines Pr&#228;parats bei einer Erkrankung, f&#252;r die es offiziell nicht zugelassen, aber offenbar, zumindest in diesem Einzelfall, sehr gut wirksam war.
Eine Patientin hatte ihre Krankenkasse verklagt, weil diese ihr das betreffende Medikament mit dem Hinweis auf die fehlenden Zulassung f&#252;r ihre Erkrankung nicht zahlen wollte. Die Frau hatte geltend gemacht, dass sie unter ihrer Erkrankung derma&#223;en leiden w&#252;rde, dass sie Suizid begehen w&#252;rde, w&#252;rde man ihr das Medikament verweigern.
Die Richter hatten daraufhin entschieden, dass ihr das Medikament aufgrund der fehlenden Zulassung nicht zust&#252;nde. Die Suizidalit&#228;t wurde in diesem Zusammenhang als eigenst&#228;ndiges, nicht der eigentlichen Erkrankung zuzuordnendes psychiatrisches Krankheitsbild gewertet. Mit anderen Worten, wenn die Frau so unter ihrer Krankheit leidet, dass sie sich deshalb umbringen m&#246;chte, dann muss sie eben psychiatrisch behandelt werden.
Laut Sozialgesetzbuch (ich glaube SGB V, oder so) vollkommen richtig, auch wenn man sich wirklich an die Birne packt, wenn man das liest.
(Auf der anderen Seite w&#252;rde ein anders lautendes Urteil T&#252;r und Tor f&#252;r eine gewisse Art von Erpressung ge&#246;ffnet haben - aber das nur am Rande.)
Sollte nun die aktive Sterbehilfe als gesetzlich legaler Anspruch des B&#252;rger verankert sein, k&#246;nnte in so einem Urteil, juristisch vollkommen folgerichtig stehen:
Der Patient bekommt  das Medikament nicht bezahlt; wenn er an seiner  Erkrankung so leidet, dass er suizidal ist, dann muss er halt die Sterbehilfe in Anspruch nehmen, denn die ist ja legal.Ob ein Gericht so entscheiden w&#252;rde, wei&#223; ich nicht, hoffe ich nicht, glaube ich auch nicht, zumindest heute noch.
Ob unsere Politiker aber ein Gesetz hinbekommen w&#252;rden, das alle diese Eventualit&#228;ten auch im Hinblick auf ein immer st&#228;rker materialistisch gepr&#228;gtes gesellschaftliches Klima ber&#252;cksichtigen w&#252;rde, wage ich echt zu bezweifeln. (Einigen von denen scheinen ja nicht mal die Basics unserer Grundrechte klar zu sein. Aber das ist wieder ein anderes Thema, ich &#252;berstrapaziere Ihr Blog ohnehin schon &#252;ber Geb&#252;hr! )</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Manniac: Die Sendung habe ich leider (oder vielleicht eher zum Gl&#252;ck?) nicht gesehen, aber dass die Medien sich wie die Geier und in der beschriebenen Art und Weise auf dieses Thema st&#252;rzen w&#252;rden, war ebenso klar, wie es widerlich ist.</p><p>Grunds&#228;tzlich haben Sie mit der Definition von Mord recht. Ich glaube, wir haben es hier mit einer &#228;hnlichen Diskussion zu tun, wie wir sie damals beim §218 hatten. Die wurde zu Anfang ja auch h&#246;chst emotional gef&#252;hrt, aber den Kompromiss, der momentan (au&#223;erhalb Bayerns&#8230;) gelebt wird, finde ich mit gewissen Einschr&#228;nkungen durchaus gangbar, im Sinne von illegal aber straffrei unter bestimmten Bedingungen (unabh&#228;ngige Beratung mit Karenzfrist bis zum Eingriff) .<br
/> So etwas lie&#223;e sich selbstverst&#228;ndlich nicht eins zu eins &#252;bertragen, f&#228;nde ich aber vom juristischen Ansatz noch ehesten sinnvoll.</p><p>Ein gesetzlich verankertes Recht auf aktive Sterbehilfe ist, wie es mir scheint, nicht nur unter medizinisch-ethischen Aspekten h&#246;chst problematisch, sondern vor allem auch unter juristischen.<br
/> So existiert z.B. hierzulande ein Urteil des Bundessozialgerichts, das zwar in seiner juristischen Logik zwingend nachvollziehbar, im Hinblick auf die praktische Auswirkung allerdings einigerma&#223;en absurd erscheint. Es geht in diesem Urteil (Aktenzeichen wei&#223; ich jetzt nicht) um off-label-use eines Medikaments, also um die Verwendung eines Pr&#228;parats bei einer Erkrankung, f&#252;r die es offiziell nicht zugelassen, aber offenbar, zumindest in diesem Einzelfall, sehr gut wirksam war.<br
/> Eine Patientin hatte ihre Krankenkasse verklagt, weil diese ihr das betreffende Medikament mit dem Hinweis auf die fehlenden Zulassung f&#252;r ihre Erkrankung nicht zahlen wollte. Die Frau hatte geltend gemacht, dass sie unter ihrer Erkrankung derma&#223;en leiden w&#252;rde, dass sie Suizid begehen w&#252;rde, w&#252;rde man ihr das Medikament verweigern.<br
/> Die Richter hatten daraufhin entschieden, dass ihr das Medikament aufgrund der fehlenden Zulassung nicht zust&#252;nde. Die Suizidalit&#228;t wurde in diesem Zusammenhang als eigenst&#228;ndiges, nicht der eigentlichen Erkrankung zuzuordnendes psychiatrisches Krankheitsbild gewertet. Mit anderen Worten, wenn die Frau so unter ihrer Krankheit leidet, dass sie sich deshalb umbringen m&#246;chte, dann muss sie eben psychiatrisch behandelt werden.<br
/> Laut Sozialgesetzbuch (ich glaube SGB V, oder so) vollkommen richtig, auch wenn man sich wirklich an die Birne packt, wenn man das liest.<br
/> (Auf der anderen Seite w&#252;rde ein anders lautendes Urteil T&#252;r und Tor f&#252;r eine gewisse Art von Erpressung ge&#246;ffnet haben &#8211; aber das nur am Rande.)<br
/> Sollte nun die aktive Sterbehilfe als gesetzlich legaler Anspruch des B&#252;rger verankert sein, k&#246;nnte in so einem Urteil, juristisch vollkommen folgerichtig stehen:<br
/> Der Patient bekommt  das Medikament nicht bezahlt; wenn er an seiner  Erkrankung so leidet, dass er suizidal ist, dann muss er halt die Sterbehilfe in Anspruch nehmen, denn die ist ja legal.</p><p>Ob ein Gericht so entscheiden w&#252;rde, wei&#223; ich nicht, hoffe ich nicht, glaube ich auch nicht, zumindest heute noch.<br
/> Ob unsere Politiker aber ein Gesetz hinbekommen w&#252;rden, das alle diese Eventualit&#228;ten auch im Hinblick auf ein immer st&#228;rker materialistisch gepr&#228;gtes gesellschaftliches Klima ber&#252;cksichtigen w&#252;rde, wage ich echt zu bezweifeln. (Einigen von denen scheinen ja nicht mal die Basics unserer Grundrechte klar zu sein. Aber das ist wieder ein anderes Thema, ich &#252;berstrapaziere Ihr Blog ohnehin schon &#252;ber Geb&#252;hr! )</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: manniac</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14218</link> <dc:creator>manniac</dc:creator> <pubDate>Sun, 06 Jul 2008 11:31:20 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14218</guid> <description>@Pepa: Ich glaube, am Ende sprach nichts mehr gegen die Erhoehung der Dosis (auch wenn ich das nicht genau weiss, da ich das nicht zu entscheiden hatte, sondern mein Vater). Aber mir erschien die Linderung von Schmerzen an dieser Stelle mehr als Verlegenheitsaktion, denn zu helfen war ihr einfach nicht mehr, und selbst wenn sie noch bei Bewusstsein war, die starken Schmerzmittel haben auch dem ein Ende bereitet...Mord ist mit niederen Motiven verbunden: Zum Beispiel, um eine Person zu beerben, oder vielleicht auch, um sich selbst eine Last (die Pflege des (Tod)kranken) zu nehmen. Erst wenn solche Motive ausgeschlossen werden koennen, ist Sterbehilfe ueberhaupt denkbar - aber auch dann natuerlich an ganz bestimmte Voraussetzungen geknuepft (kurze Lebenserwartung, nur noch Leiden vor sich, keine Besserung in Aussicht, etc.).Ich finde es schade, dass diese Diskussion gerade im Fernsehen so unsachlich gefuehrt wird. Ich habe mir von Australien aus die Sendung mit Friedman angeschaut. Ich bin wahrlich kein Fan von Kusch, aber wenn die Art, wie Friedman ihn attackiert hat, mich eher auf seine Seite stellt, dann laeuft wirklich etwas falsch...</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Pepa: Ich glaube, am Ende sprach nichts mehr gegen die Erhoehung der Dosis (auch wenn ich das nicht genau weiss, da ich das nicht zu entscheiden hatte, sondern mein Vater). Aber mir erschien die Linderung von Schmerzen an dieser Stelle mehr als Verlegenheitsaktion, denn zu helfen war ihr einfach nicht mehr, und selbst wenn sie noch bei Bewusstsein war, die starken Schmerzmittel haben auch dem ein Ende bereitet&#8230;</p><p>Mord ist mit niederen Motiven verbunden: Zum Beispiel, um eine Person zu beerben, oder vielleicht auch, um sich selbst eine Last (die Pflege des (Tod)kranken) zu nehmen. Erst wenn solche Motive ausgeschlossen werden koennen, ist Sterbehilfe ueberhaupt denkbar &#8211; aber auch dann natuerlich an ganz bestimmte Voraussetzungen geknuepft (kurze Lebenserwartung, nur noch Leiden vor sich, keine Besserung in Aussicht, etc.).</p><p>Ich finde es schade, dass diese Diskussion gerade im Fernsehen so unsachlich gefuehrt wird. Ich habe mir von Australien aus die Sendung mit Friedman angeschaut. Ich bin wahrlich kein Fan von Kusch, aber wenn die Art, wie Friedman ihn attackiert hat, mich eher auf seine Seite stellt, dann laeuft wirklich etwas falsch&#8230;</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: pepa</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14205</link> <dc:creator>pepa</dc:creator> <pubDate>Sat, 05 Jul 2008 08:54:01 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14205</guid> <description>@Langzeitpatient: Nee, ich muss Ihnen nochmal zur&#252;ck danken! Dass Sie die Schmerztherapie aus der Sicht desjenigen schildern, der sie anwendet, ist um L&#228;ngen &#252;berzeugender, als wenn es ein Arzt das tut, der ja letztlich nur die Dinge von au&#223;en anschaut und sie nicht selbst erlebt.@Manniac: Das, was Ihre Mutter und Sie da erleben mussten, tut mir sehr leid! Was sprach denn in dieser Situation gegen eine Erh&#246;hung der Schmerzmitteldosis? War es der Wunsch ihrer Mutter, das nicht zu tun, oder warum hat man die potenziell lebensverk&#252;rzende Wirkung (die Morphin im hochdosierten Akuteinsatz aufgrund seiner atemdepressiven Wirkung auch hat, gar keine Frage!) nicht in Kauf genommen?
Vielleicht haben wir hier die ganze Zeit aneinander vorbei geredet? Ich verstehe unter aktiver Sterbehilfe nicht eine ausreichende Symptomkontrolle in der letzten Phase des Lebens, die in manchen F&#228;llen eben auch beinhaltet, dass das Atemzentrum auf Sparflamme schaltet - wenn man Gl&#252;ck hat, dann erm&#246;glicht dieses Vorgehen einen ruhigen Tod.Der Aspekt der Autonomie, den Sie ansprechen, ist wohl der mit Abstand wichtigste. Viel entscheidender als Schmerz, &#220;belkeit und Atemnot. Es gibt eine Erkrankung, die zwar prim&#228;r relativ (!) schmerzlos verl&#228;uft, die aber bei voll erhaltenem Bewu&#223;tsein jegliche Autonomie ausschaltet: die amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS. Ein ALS-Patient ist im Sp&#228;tstadium seiner Erkrankung (und das geht meist recht schnell, innerhalb von ein paar wenigen Jahren nach Diagnosestellung) vollkommen gel&#228;hmt, also auch nicht mehr in der Lage zu schlucken und zu atmen, geschweige denn zu sprechen, aber bei vollkommen erhaltenem Bewu&#223;tsein und ebenso erhaltener Sensibili&#228;t (er sp&#252;rt die Fliege &#252;ber den Arm krabbeln, kann sie aber nicht verscheuchen) - der amerikanische Physiker Stephen Hawking ist daran erkrankt. Noch vor einiger Zeit hat man hier in einigen F&#228;llen auf Deibel komm raus therapiert: konnte der Betreffende nicht mehr atmen, wurde ihm ein Luftr&#246;hrenschnitt verpasst und er wurde maschinell  beatmet - was das Leben (nicht f&#252;r alle ist es nur Leiden, wie man eben auch an S.Hawking sieht) ziemlich lange hinausz&#246;gern kann. Von diesen Patienten entscheiden sich heute sehr viele f&#252;r einen Abbruch der weiteren Therapie und z.B. gegen eine solche k&#252;nstliche Beatmung. Auch hier kann dann eine entsprechende therapeutische (medikament&#246;se, wie psychologische)  Begleitung einen individuellen, m&#246;glichst ruhigen Tod erm&#246;glichen.Dass der Tod nicht in allen F&#228;llen gleich ist, h&#228;ngt aber nicht nur von der Erkrankung des Menschen, sondern von ganz vielen anderen Faktoren ab und genau so, wie jeder einen Anspruch auf sein eigenes Leben haben sollte, sollte jeder auch einen Anspruch auf seinen eigenen Tod haben - das ist &#252;berhaupt keine Frage, da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu.Ob dieser Anspruch allerdings auch den gesetzlichen Anspruch auf einen Mord beinhalten sollte, m&#246;chte ich in Zweifel stellen.
Ich sehe hierzulande gerade eine schleichende, die Grundrechte durchaus gef&#228;hrdende Entwicklung. Nach &#252;ber zwanzig Jahren im Medizinbetrieb sehe ich auch hier Entwicklungen, die mich zweifeln lassen, ob eine gesetzliche Festlegung der Bedingungen eines solchen Mordes einen Missbrauch verhindern k&#246;nnten, mal ganz davon abgesehen, dass ich auch das zwingende Erfordernis eines aktiven Mordes bei Aussch&#246;pfung aller bereits zur Verf&#252;gung stehenden Mittel bislang noch in keinem Fall sehen konnte.Es ist ganz sicher ein schwieriges Thema, nicht zuletzt, weil es eben so stark emotional besetzt ist und ich m&#246;chte Ihnen, lieber Manniac an dieser Stelle mal einen ganz gro&#223;en Dank aussprechen, dass Sie es erm&#246;glicht haben, diese Diskussion hier &#252;berhaupt zu f&#252;hren.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Langzeitpatient: Nee, ich muss Ihnen nochmal zur&#252;ck danken! Dass Sie die Schmerztherapie aus der Sicht desjenigen schildern, der sie anwendet, ist um L&#228;ngen &#252;berzeugender, als wenn es ein Arzt das tut, der ja letztlich nur die Dinge von au&#223;en anschaut und sie nicht selbst erlebt.</p><p>@Manniac: Das, was Ihre Mutter und Sie da erleben mussten, tut mir sehr leid! Was sprach denn in dieser Situation gegen eine Erh&#246;hung der Schmerzmitteldosis? War es der Wunsch ihrer Mutter, das nicht zu tun, oder warum hat man die potenziell lebensverk&#252;rzende Wirkung (die Morphin im hochdosierten Akuteinsatz aufgrund seiner atemdepressiven Wirkung auch hat, gar keine Frage!) nicht in Kauf genommen?<br
/> Vielleicht haben wir hier die ganze Zeit aneinander vorbei geredet? Ich verstehe unter aktiver Sterbehilfe nicht eine ausreichende Symptomkontrolle in der letzten Phase des Lebens, die in manchen F&#228;llen eben auch beinhaltet, dass das Atemzentrum auf Sparflamme schaltet &#8211; wenn man Gl&#252;ck hat, dann erm&#246;glicht dieses Vorgehen einen ruhigen Tod.</p><p>Der Aspekt der Autonomie, den Sie ansprechen, ist wohl der mit Abstand wichtigste. Viel entscheidender als Schmerz, &#220;belkeit und Atemnot. Es gibt eine Erkrankung, die zwar prim&#228;r relativ (!) schmerzlos verl&#228;uft, die aber bei voll erhaltenem Bewu&#223;tsein jegliche Autonomie ausschaltet: die amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS. Ein ALS-Patient ist im Sp&#228;tstadium seiner Erkrankung (und das geht meist recht schnell, innerhalb von ein paar wenigen Jahren nach Diagnosestellung) vollkommen gel&#228;hmt, also auch nicht mehr in der Lage zu schlucken und zu atmen, geschweige denn zu sprechen, aber bei vollkommen erhaltenem Bewu&#223;tsein und ebenso erhaltener Sensibili&#228;t (er sp&#252;rt die Fliege &#252;ber den Arm krabbeln, kann sie aber nicht verscheuchen) &#8211; der amerikanische Physiker Stephen Hawking ist daran erkrankt. Noch vor einiger Zeit hat man hier in einigen F&#228;llen auf Deibel komm raus therapiert: konnte der Betreffende nicht mehr atmen, wurde ihm ein Luftr&#246;hrenschnitt verpasst und er wurde maschinell  beatmet &#8211; was das Leben (nicht f&#252;r alle ist es nur Leiden, wie man eben auch an S.Hawking sieht) ziemlich lange hinausz&#246;gern kann. Von diesen Patienten entscheiden sich heute sehr viele f&#252;r einen Abbruch der weiteren Therapie und z.B. gegen eine solche k&#252;nstliche Beatmung. Auch hier kann dann eine entsprechende therapeutische (medikament&#246;se, wie psychologische)  Begleitung einen individuellen, m&#246;glichst ruhigen Tod erm&#246;glichen.</p><p>Dass der Tod nicht in allen F&#228;llen gleich ist, h&#228;ngt aber nicht nur von der Erkrankung des Menschen, sondern von ganz vielen anderen Faktoren ab und genau so, wie jeder einen Anspruch auf sein eigenes Leben haben sollte, sollte jeder auch einen Anspruch auf seinen eigenen Tod haben &#8211; das ist &#252;berhaupt keine Frage, da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu.</p><p>Ob dieser Anspruch allerdings auch den gesetzlichen Anspruch auf einen Mord beinhalten sollte, m&#246;chte ich in Zweifel stellen.<br
/> Ich sehe hierzulande gerade eine schleichende, die Grundrechte durchaus gef&#228;hrdende Entwicklung. Nach &#252;ber zwanzig Jahren im Medizinbetrieb sehe ich auch hier Entwicklungen, die mich zweifeln lassen, ob eine gesetzliche Festlegung der Bedingungen eines solchen Mordes einen Missbrauch verhindern k&#246;nnten, mal ganz davon abgesehen, dass ich auch das zwingende Erfordernis eines aktiven Mordes bei Aussch&#246;pfung aller bereits zur Verf&#252;gung stehenden Mittel bislang noch in keinem Fall sehen konnte.</p><p>Es ist ganz sicher ein schwieriges Thema, nicht zuletzt, weil es eben so stark emotional besetzt ist und ich m&#246;chte Ihnen, lieber Manniac an dieser Stelle mal einen ganz gro&#223;en Dank aussprechen, dass Sie es erm&#246;glicht haben, diese Diskussion hier &#252;berhaupt zu f&#252;hren.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Manniac</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14203</link> <dc:creator>Manniac</dc:creator> <pubDate>Sat, 05 Jul 2008 07:05:41 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14203</guid> <description>@Pepa: Hm, ich erinnere mich daran, wie sich meine Mutter unter dem Einfluss von Morphium verhalten hat, und es erschien mir nicht so, als wuerde sie das nicht veraendern. Statt dessen war sie aggressiv oder verwirrt, ihr war uebel oder sie hatte die oben beschriebenen Verstopfungen (und die waren ganz offensichtlich schmerzhaft). Geistig war sie gar nicht mehr ganz da und die letzten Tage waren reine Daemmerung.
Mir leuchtet natuerlich ein, dass eine Schmerztherapie, wenn sie richtig eingesetzt wird, das Leben verbessert und verlaengert. Aber ganz offenbar ist Morphium (oder jedes andere Schmerzmittel) nicht dazu geeignet, alle Schmerzen so und ohne Nebenwirkungen zu nehmen, als waere man gesund.
Ich denke, dass durch diese Behandlung Schmerzen ertraeglich gemacht werden koennen - aber wie lange funktioniert das?
Bis zum allerletzten Atemzug? Soll ich mir den Moment, in dem einem Mensch Schaum aus dem Mund quillt, waehrend sein Herz ein letztes mal unregelmaessig pumpt, schmerzfrei vorstellen? Da reicht meine Phantasie einfach nicht... Das ist es doch, wovor Todkranke Angst habe und weswegen sie es vorziehen, schnell und moeglichst ohne beim Bewusstsein zu sein zu sterben.Den Punkt &quot;Gestaendnis unter Folter erzwungen&quot; finde ich einen guten Vergleich, und natuerlich: Wenn man dem Menschen wirklich helfen kann, dann sollte man das auf jeden Fall tun! Aber wenn der Gedanke, bald sterben zu muessen, staerker ist als jede Freude am noch vorhandenen Leben? Ich verstehe einfach nicht, warum Menschen, die selbst kerngesund und schmerzfrei sind, ihre Klammerung ans Leben um jeden Preis einem sterbenden Menschen aufbuerden wollen.
Nochmal: Es geht mir wirklich um Menschen, deren Lebensperspektive sich schnell und unaufhaltsam verschlechtert. Menschen, die nur noch Verfall vor sich haben, und genau das intellektuell nicht ertragen wollen. Menschen, die ihre Autonomie am Ende eines selbstbestimmten Lebens nicht in die Haende von Menschen legen wollen, die gar nicht nachvollziehen koennen, wie diese Person tickt und stattdessen ihre eigenen Lebensvorstellungen auf sie projizieren. mir waere das unertraeglich. Ich waere eine Marionette.Die Angst, dass es zu einer Sterbehilfeindustrie aus Einsparungsgruenden kommen koennte: Ich glaube, dass man einen Weg finden kann, um so etwas sicher zu verhindern. Dazu muesste aber erst einmal die Angst vor dem Tod fallen. Und ein kategorisches Ablehnen der Sterbehilfe ist sicher nicht der richtige Weg.@MC Winkel: Gibt&#039;s das auch von Ratiopharm? ;)@Pulmoll: Deine Mail kam an.@Langzeitpatient: Der Arzt sagte damals zu uns, dass, um wirklich alle Schmerzen zu nehmen, die Dosis so hoch sein muesse, dass sie effektiv das Leben verkuerzt. Er sprach ja nicht von ‌einer begleitenden Anwendung von Morphium bei der Chemotherapie, sondern von den schmerzen eins sterbenden Menschen.
Ich wollte auch auf keinen Fall behaupten, dass Morphin bei normaler Anwendung das Gehirn kaputt macht.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Pepa: Hm, ich erinnere mich daran, wie sich meine Mutter unter dem Einfluss von Morphium verhalten hat, und es erschien mir nicht so, als wuerde sie das nicht veraendern. Statt dessen war sie aggressiv oder verwirrt, ihr war uebel oder sie hatte die oben beschriebenen Verstopfungen (und die waren ganz offensichtlich schmerzhaft). Geistig war sie gar nicht mehr ganz da und die letzten Tage waren reine Daemmerung.<br
/> Mir leuchtet natuerlich ein, dass eine Schmerztherapie, wenn sie richtig eingesetzt wird, das Leben verbessert und verlaengert. Aber ganz offenbar ist Morphium (oder jedes andere Schmerzmittel) nicht dazu geeignet, alle Schmerzen so und ohne Nebenwirkungen zu nehmen, als waere man gesund.<br
/> Ich denke, dass durch diese Behandlung Schmerzen ertraeglich gemacht werden koennen &#8211; aber wie lange funktioniert das?<br
/> Bis zum allerletzten Atemzug? Soll ich mir den Moment, in dem einem Mensch Schaum aus dem Mund quillt, waehrend sein Herz ein letztes mal unregelmaessig pumpt, schmerzfrei vorstellen? Da reicht meine Phantasie einfach nicht&#8230; Das ist es doch, wovor Todkranke Angst habe und weswegen sie es vorziehen, schnell und moeglichst ohne beim Bewusstsein zu sein zu sterben.</p><p>Den Punkt &#8220;Gestaendnis unter Folter erzwungen&#8221; finde ich einen guten Vergleich, und natuerlich: Wenn man dem Menschen wirklich helfen kann, dann sollte man das auf jeden Fall tun! Aber wenn der Gedanke, bald sterben zu muessen, staerker ist als jede Freude am noch vorhandenen Leben? Ich verstehe einfach nicht, warum Menschen, die selbst kerngesund und schmerzfrei sind, ihre Klammerung ans Leben um jeden Preis einem sterbenden Menschen aufbuerden wollen.<br
/> Nochmal: Es geht mir wirklich um Menschen, deren Lebensperspektive sich schnell und unaufhaltsam verschlechtert. Menschen, die nur noch Verfall vor sich haben, und genau das intellektuell nicht ertragen wollen. Menschen, die ihre Autonomie am Ende eines selbstbestimmten Lebens nicht in die Haende von Menschen legen wollen, die gar nicht nachvollziehen koennen, wie diese Person tickt und stattdessen ihre eigenen Lebensvorstellungen auf sie projizieren. mir waere das unertraeglich. Ich waere eine Marionette.</p><p>Die Angst, dass es zu einer Sterbehilfeindustrie aus Einsparungsgruenden kommen koennte: Ich glaube, dass man einen Weg finden kann, um so etwas sicher zu verhindern. Dazu muesste aber erst einmal die Angst vor dem Tod fallen. Und ein kategorisches Ablehnen der Sterbehilfe ist sicher nicht der richtige Weg.</p><p>@MC Winkel: Gibt&#8217;s das auch von Ratiopharm? ;)</p><p>@Pulmoll: Deine Mail kam an.</p><p>@Langzeitpatient: Der Arzt sagte damals zu uns, dass, um wirklich alle Schmerzen zu nehmen, die Dosis so hoch sein muesse, dass sie effektiv das Leben verkuerzt. Er sprach ja nicht von ‌einer begleitenden Anwendung von Morphium bei der Chemotherapie, sondern von den schmerzen eins sterbenden Menschen.<br
/> Ich wollte auch auf keinen Fall behaupten, dass Morphin bei normaler Anwendung das Gehirn kaputt macht.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Langzeitpatient</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14202</link> <dc:creator>Langzeitpatient</dc:creator> <pubDate>Fri, 04 Jul 2008 23:24:30 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14202</guid> <description>@ Pepa: Der Dank geb&#252;hrt Ihnen.@Manniac:
&lt;i&gt;Dass die Morphinen zu teuer sind, habe ich (naiv) daraus geschlossen, dass so viele Krebspatienten unter starken Schmerzen leiden. Da das anscheinend nicht stimmt, muss es also andere Gruende geben, warum sie solche Medikamente nicht ausreichend oft bekommen.&lt;/i&gt;Richtig. Die H&#228;ufigsten: Mythen und Fehlinformationen zu Opiaten. Leider sind auch viele &#196;rzte noch immer nicht frei davon.&lt;i&gt;Gehirn zerfressen: Aehm, ja? Dass bei den hohen Dosierungen die Patienten einen irreparablen Schaden davontragen, ist doch keine neue Nachricht, oder?&lt;/i&gt;Nein, aber eine Falsche, wie Pepa bereits ausgef&#252;hrt hat.Ich benutze seit Jahren Morphin, mittlerweile in Dosierungen, die mich fr&#252;her umgehauen h&#228;tten. Es erm&#246;glicht mir ein fast normales Leben. Von einer irreparablen Sch&#228;digung meines Gehirns haben bisher weder ich noch meine Familie noch meine Arbeitgeber etwas gemerkt. Hingegen erinnern wir uns alle noch gut an die Zeit vor Morphin. Ich war ein &#252;bellauniges, auf die Knochen abgemagertes H&#228;ufchen Elend, das vor Schmerzen weder denken noch gehen noch essen noch anst&#228;ndig schlafen konnte und wegen letzterem bereits halluzinierte. Der Arzt, der mich damals behandelte, ist dem Vernehmen nach noch immer davon &#252;berzeugt, Opiate seien des Teufels.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@ Pepa: Der Dank geb&#252;hrt Ihnen.</p><p>@Manniac:<br
/> <i>Dass die Morphinen zu teuer sind, habe ich (naiv) daraus geschlossen, dass so viele Krebspatienten unter starken Schmerzen leiden. Da das anscheinend nicht stimmt, muss es also andere Gruende geben, warum sie solche Medikamente nicht ausreichend oft bekommen.</i></p><p>Richtig. Die H&#228;ufigsten: Mythen und Fehlinformationen zu Opiaten. Leider sind auch viele &#196;rzte noch immer nicht frei davon.</p><p><i>Gehirn zerfressen: Aehm, ja? Dass bei den hohen Dosierungen die Patienten einen irreparablen Schaden davontragen, ist doch keine neue Nachricht, oder?</i></p><p>Nein, aber eine Falsche, wie Pepa bereits ausgef&#252;hrt hat.</p><p>Ich benutze seit Jahren Morphin, mittlerweile in Dosierungen, die mich fr&#252;her umgehauen h&#228;tten. Es erm&#246;glicht mir ein fast normales Leben. Von einer irreparablen Sch&#228;digung meines Gehirns haben bisher weder ich noch meine Familie noch meine Arbeitgeber etwas gemerkt. Hingegen erinnern wir uns alle noch gut an die Zeit vor Morphin. Ich war ein &#252;bellauniges, auf die Knochen abgemagertes H&#228;ufchen Elend, das vor Schmerzen weder denken noch gehen noch essen noch anst&#228;ndig schlafen konnte und wegen letzterem bereits halluzinierte. Der Arzt, der mich damals behandelte, ist dem Vernehmen nach noch immer davon &#252;berzeugt, Opiate seien des Teufels.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: pulmoll</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14192</link> <dc:creator>pulmoll</dc:creator> <pubDate>Fri, 04 Jul 2008 10:15:51 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14192</guid> <description>@manniac: ich hoffe meine mail kam an. zumindest deckte sich die ja auch mit dem was pepa noch anf&#252;gte und dem ist wohl nichts mehr hinzuzuf&#252;gen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@manniac: ich hoffe meine mail kam an. zumindest deckte sich die ja auch mit dem was pepa noch anf&#252;gte und dem ist wohl nichts mehr hinzuzuf&#252;gen.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: MC Winkel</title><link>http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/comment-page-1/#comment-14191</link> <dc:creator>MC Winkel</dc:creator> <pubDate>Fri, 04 Jul 2008 09:12:11 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://blogoff.de/2008/07/03/der-tod-und-das-maedchen/#comment-14191</guid> <description>Ich bin sowieso und im Allgemeinen f&#252;r viel mehr Euphemismus!</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin sowieso und im Allgemeinen f&#252;r viel mehr Euphemismus!</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
<!-- Served from: blogoff.de @ 2012-05-23 13:17:05 by W3 Total Cache -->
