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Meine Kanäle: Comedy & Cartoons / Reise-Abenteuer / Vlog-Schrott
 
4. Juni 2008 / 08:07
OZ (SA): June 4, 2008 / 15:37

AUSTRALIEN-REISE

Spass mit dem 24-Stunden-Dienst von Lenovo

Welcher irrwitzige Umstand mich gerade dazu zwingt, in einer weiteren verkafften Kleinstadt mein Dasein in dieser Welt zu verkuerzen, hat der Batz Euch ja schon berichtet.
Leider hat er recht: Es kann noch eine ganze Weile dauern, bis ich meinen Lenovo wieder zurueckbekomme, und das ist umso aergerlicher, als mich die Versicherung, die mir innerhalb von 24 Stunden eine Reaktion* (!) von Lenovo zusichert, immerhin 200 Euro gekostet hat.

Gut, man muss der Firma zugute halten, dass Ceduna fast fuenf Stunden von der naechsten groesseren Ansammlung Menschen+Haeuser entfernt ist. Darum verzeihe ich ihnen auch, dass der Kundendienst, obwohl Sonntag gerufen, erst am Mittwoch hier aufschlug. Dass es dennoch von heute an gerechnet zwei weitere Wochen dauern wird, bis ich den Computer wieder in meinen Haenden halte, ist dem Umstand geschuldet, dass sich das Motherboard unwiderruflich mit dem Gehaeuse verbunden hat (Kernschmelze).

Ich verstehe zwar, dass man das auf der Strasse schlecht reparieren kann, aber haette man dem guten Mann nicht wenigstens ein Ersatzgeraet mit auf den Weg geben koennen? Ich meine, fuer ihn ist es sicherlich genauso aergerlich, 10 Stunden durch die Pampa zu kullern, um am Ende einen unzufriedenen Kunden, mit Traenen in den Augen und am Rande des Nervenzusammenbruchs zuruecklassen zu muessen.
Aber wo wir schon beim Personal sind: Wie vertrauenserweckend ist es, wenn ein Computerfachmann, noch ehe er das Geraet gesichtet hat, ein Handbuch aufschlaegt, drei Telefongespraeche fuehrt und fuenf Schraubenzieher bemueht, noch ehe er ueberhaupt eine einzige Schraube aus dem Kanal gedreht hat? UND DAFUER FAST EINE GANZE STUNDE BRAUCHT!

Richtig dramatisch wurde es dann, als das Verschmelzungsproblem erkannt war und IBM ihn anwies, die vielen Einzelteile des Geraets wieder ZUSAMMENZUFUEGEN, damit es zur Reparatur ins Hauptquartier gebracht werden kann.
Mich erinnerte das an die kleinen Momente in meiner Kindheit, in denen ich die elektrischen Geraete meiner Eltern aus Neugier und in muehevoller Kleinarbeit auseinandergenommen und dann nach Gefuehl wieder zusammengebaut habe.
Das Schraubenmemory des jungen Manns (Hm, wenn ich die Schraube A, gegen die da unten vertausche, kann ich D vielleicht bei E einstecken, und dann passt auch Y zu H, aber was mache ich dann mit B und wieso ist da immer noch ein Riesenspalt zwischen den Rahmen? Vielleicht muss ich einfach nur ein bisschen mehr Druck… *crack* …vielleicht nicht. Aber wenn ich das Teil zu dem anderen Teil hinschiebe, dann habe ich ja noch zwei Teile uebrig, und irgendwie gehen mir auch grad die Schrauben aus… Also, sowas! Ups, jetzt habe ich da reingekruemelt, dum-di-dum…) war fuer mich einer der quaelendsten und langatmigsten Momente der letzten Wochen. Dagegen war selbst Charlies Abschlepptour ein Fruehstuecksspaziergang mit Himbeereis und Sahne.

Jedenfalls, bevor ich mich in Worten verliere: Ich werde meine Reise an dieser Stelle fortsetzen, und ganz viele Bilder und Videos schiessen, die ich dann irgendwann, irgendwann auch einmal veroeffentlichen werde.
Ich moechte ehrlich mit Euch sein: Von den 22 Videokassetten, die ich bis heute gefuellt habe, sind bisher nur ungefaehr 5 tatsaechlich als Video verarbeitet. Das heisst, einerseits habe ich nahezu unendlich viel Material, um zukuenftige „Manniac und Charlie“-Videos zu fuellen, andererseits kann es auch noch eine ganze Weile dauern, bis das naechste Video herauskommt. Und selbst von den vielen guten Bildern der letzten Wochen habe ich nur einen Bruchteil veroeffentlichen koennen. Auch mit Texten wird es vorerst schwierig. Fuer heute habe ich noch einen Platz in einer oeffentlichen Bibliothek gefunden, doch da mich die naechste Woche durch die Nullarbor Plains fuehrt, wird es auch damit schwieriger.
Ich verspreche, das alles nachzuholen! Aber seid mir nicht boese, wenn ich vielleicht nicht alles so detailliert behandeln kann! :-(

Wer ausserdem noch auf die Beantwortung von E-Mails wartet, der muss sich ebenfalls gedulden. Meine ganze Korrespondenz liegt auf der Festplatte des geschaedigten Geraets, und ich habe leider keinen Zugriff darauf. Wer ganz dringend eine Antwort braucht, sollte mir seine Mail am besten jetzt noch einmal schicken. Es kann zwar trotzdem ein paar Tage dauern, bis ich sie beantworte, aber das ist immer noch besser, als auf die Reparatur zu warten.

So, und hiermit verabschiede ich mich in die Wueste. Charlie ist bis zum Rand betankt, und seit der letzten Reparatur laeuft er runder als eine daenische Salami**. Irgendein gutes Buch werde ich mir noch kaufen. Was soll ich denn sonst tun, solange ich Eure Feeds nicht habe!!

Liebe Gruesse und bis hoffentlich bald,
Euer Manniac <3 * nicht zu verwechseln mit Reparatur oder Fehleranalyse. Es geht hier tatsaechlich nur um eine Reaktion, und die kann auch so ausfallen, dass sich ein Mitarbeiter, die Fehlerbeschreibung ansieht und sagt: „Ach!“

** Hab ich mir ausgedacht. Ich weiss nicht mal, ob es das gibt.

 
 


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