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8. Januar 2008 / 09:11
OZ (Ost): January 8, 2008 / 19:11

Das Grauen unter der Lupe

Es gibt Menschen, die glauben, BLOG OFF-Mitarbeiter hätten schon so viel erlebt, dass sie durch nichts mehr zu schocken seien. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Aktuelle Beispiele zeigen, das Grauen lauert im Alltag überall!

Zur Erhöhung des weltweiten Lebensstandards geben wir hier daher wertvolle Tipps, um aus dieser Welt eine Bessere zu machen:

– Nach der Toilette kann es sich lohnen, die Vor- und Nachteile einer Deckelschließung genauestens gegeneinander abzuwägen.
In der Tat gibt es viele Gründe, einen Toilettendeckel zu schließen – zum Beispiel, um geruchlicher Belästigung entgegenzuwirken, worauf wir jetzt im Detail aber nicht näher eingehen möchten. Aber lohnt es sich auch dann, wenn kein Geruch vorhanden ist? Wieso – diese Frage stellen wir uns – andere Menschen dazu zwingen, einen angepinkelten Klodeckel zu heben? Wir erinnern daran, dass die meisten Ablagerungen auf Klodeckeln nicht von außen zu sehen sind, sondern sich unter ihrem Rand befinden! Dem Rand, den man anfassen muss, um den Deckel zu heben!

– Menschen, die „Der Blog“ sagen, eine Perspektive bieten. Aufklärung ist besser als überzogene Gewalt. Erklären Sie ihnen einfach im sachlichen Ton, dass ein „Blog“ kein „Schreibblock“ sei, sondern ein „Web-log“. „Das Log“ kommt aus dem Englischen und ist traditionell sächlich. Kein Mensch sagt „Der Log“. Da sich der Artikel im Deutschen bei zusammengesetzten Wörtern normalerweise am letzten Wortbestandteil orientiert (Z.B. „Der Straßenzug“, „Die Schatzkarte“), schreibt sich auch „Das Weblog“ sächlich und folgerichtig auch das abgeleitete „Blog“! Fügen Sie sicherheitshalber hinzu, dass es Ihnen egal sei, was irgendein Duden für richtig erkärt und machen Sie deutlich, dass Sie nicht bereit sind, zu diskutieren! Notfalls auch mit Gewalt.

– Haarige Achselhöhlen. Okay, wir versuchen es mit gutem Willen. Liebe Männer und Frauen, liebe Haarfetischisten, bitte stutzt Euer Achselhaar! Es gibt keinen Grund für dichte, zentimeterlange, schweissgesättigte Wollmäuse unter den Armen, es sei denn, sie sind Teil eines hygienisch und humanitär fragwürdigen Fetisch. Nehmt Rücksicht auf Eure Mitmenschen! Und wenn es eben gar nicht anders geht, zum Beispiel aus medizinischen oder religiösen Gründen, dann verzichtet wenigstens auf ärmelfreie T-Shirts!!
Ist ja nicht auszuhalten…

– Ungespültes Geschirr. Nicht jeder Mensch ist von Natur aus ein Ordentlicher. Doch es gibt Berichte, die zeigen, dass der Kauf einer Spülmaschine zu einer wesentlichen Steigerung der Lebensqualität führen kann. Grundsätzlich ist es natürlich bei Spülmaschinenlosen Menschen nicht verwerflich, dem Geschirr bis zur Reinigung etwas Zeit zu geben, sich zu sammeln. Irgendwann sollte jedoch in jeder Küche ein Sättigungspunkt erreicht sein, ab dem gilt: Spül endlich ab! Dieser Tipp gilt vor allem für Menschen mit sozialen Hintergründen, in denen diese Aufgabe traditionell von Eltern durchgeführt wird, z.B. für herumreisende BACKPACKER!

 
 

5 Reaktionen zu Das Grauen unter der Lupe

  1. The Exit

    Ich finde, Sie sollten beim Klodeckel noch unterscheiden, ob man selbst für die Reinigung desselben zuständig ist. Dann schließe ich ihn nämlich sehr gerne, nicht nur aus olfaktorischen, sondern auch aus ästhetischen Gründen. Und ich haben dann nicht immer Angst, mir könnte die Zahnbürste ins Klo fallen.

  2. BLOG OFF! » Aktion für bessere Artikel

    [...] Warum? Steht hier. [...]

  3. fellow passenger

    Der hiesige Klodeckel schließt sich fehlkonstruktionsbedingt selbsttätig und entzieht sich dadurch theoretischen Ansätzen. Allerdings erscheint mir ein geschlossener Deckel ästhetische Vorzüge mit sich zu bringen. Zudem bedingt die angesprochene Funktionsweise eine Nutzungsweise mit sich, die großflächiger Verteilung flüssiger Ausscheidungen vorbeugt.

    Eigentlich wollte ich aber sagen, daß ich Ihre Auffassung hinsichtlich des Geschlechts von "Blog" uneingeschränkt teile. Das der Duden, der für sich proklamiert, in allen Zweifelsfällen maßgeblich zu sein, den maskulinen Artikel nicht nur für zulässig erachtet, sondern auch noch als gleichberechtigt mit dem richtigen, neutralen einstuft ist schändlich.

    Will der Duden demnächst vielleicht auch noch "macht Sinn", als deutsche Redewendung zulassen? So sehr dies auch zu Ihrem ersten Absatz zurückführen würde, fürchte ich, es ist bereits geschehen.

    Unser Blog ist kein Töpfchen, in das wir unseren Sinn hineinmachen und es wird nie einen maskulinen Artikel erdulden. Auch die Firewall wird ewig weiblich bleiben, egal was amerikanische Softwaremonopolisten uns glauben machen wollen.

  4. Sehr geehrter Herr Passagier, ich möchte mich Ihnen da fast vollkommen anschliessen. Das "Sinn machen" habe ich jedoch selbst nie als schändliche Tätigkeit wahrgenommen, was vielleicht daran liegt, dass es sprachlich-akustische Vorzüge gegenüber dem richtigeren "Sinn ergeben" bietet, was in meinen Ohren verkrampfter klingt als der englische Import mit "machen".
    Ich habe es jedenfalls schon seit Jahren im aktiven Sprachgebrauch.

  5. fellow passenger

    Wenn Sie es weniger verkrampft wünschen, bester Herr Manniac, kann ich Sie vielleicht für Ausrücke wie "ist sinnvoll", oder "hat Sinn", erwärmen. Die sind nämlich auch richtig.


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