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Meine Kanäle: Comedy & Cartoons / Reise-Abenteuer / Vlog-Schrott
 
21. September 2007 / 16:32

Der Zoll der Eitelkeit

 
Finpecia

Das Hauptzollamt in Franfurt am Main / Flughafen hat eine wichtige Aufgabe. Er verwaltet und erhebt Zölle und Verbrauchsteuern, er verfolgt Schwarzarbeit und sorgt für die Einhaltung deutscher Gesetze, insbesondere bei Lebewesen, Nahrung und Medikamenten.

Verhältnismässigkeit dagegen ist keine Aufgabe, welche direkt in seine Zuständigkeit fällt.

Als ich noch ein Kind war und mit meinen Eltern an der Schweizer Grenze wohnte, war der Zoll so etwas wie die internationale Polizei. Zwischen Waldshut und dem schweizerischen Koblenz stand eine Brücke, und wer sie überquerte, hatte beim Brückentroll – verzeihung, -zoll Rechenschaft über mitgebrachte Waren abzulegen. Wer mit seinem Fahrzeug zollpflichtige Waren transportierte und dies nicht angab, musste sogar damit rechnen, von einem netten Beamten mit Gummihandschuh rektal inspiziert zu werden. Die Zöllner waren immer sehr aufmerksam, und so entging ihnen auch nicht jenes schweizerische Ehepaar, das an einem schönen Freitag Abend, irgendwann Ende der 80er Jahre, von einem nachmittaglichen Einkaufsbummel ein halbes Pfund Schweinefleisch über die Grenze zu bringen gedachte. Damals trieb die gefürchtete Maul- und Klauenseuche ihr Unwesen in Deutschland und die Schweiz, das Symbol der Unabhängigkeit im Europa, vermochte diese nur durch konsequentes Einfuhrverbot von Schweinefleisch zu stoppen. Wer sich nun um das Schicksal des schweizerischen Ehepaares sorgt, den kann ich beruhigen: Neben einer geringen Strafe von wenigen hundert Schweizer Franken konnte das Paar seinen Heimweg fortsetzen – das Fleisch blieb jedoch an der Grenze zurück. Für meine Familie war dies ein außerordentlicher Glücksfall, denn da wir zur gleichen Zeit in umgekehrter Richtung an der Grenze standen, übergab der beschlagnahmende Zöllner das eben konfiszierte Fleisch an uns mit der Bitte zur Rückführung nach Deutschland (Er durfte es selbst ja nicht behalten und wegschmeissen wäre zu schade gewesen). Ich erinnere mich, die Koteletts schmeckten ausgezeichnet und die Schweiz blieb von 1980 an MKS-frei.

Einige Jahre später, meine Mutter lag zu dieser Zeit im Sterben, unternahm ich zur Ablenkung mit meinem Bruder eine Fahrt zum Einkaufen ins schweizerische Zurzach. Normalerweise werden Bewohner von grenznahen Gebieten, erkennbar an den Nummerschildern, einfach durchgewunken – dies gilt jedoch nur, wenn die Grenzgänger alle visuellen Unbedenklichkeitsprüfungen des diensthabenden Zöllners bestehen – also z.B. Familien, Ehepaare oder Einzelpersonen. Wir, zwei junge Männer in einem Fahrzeug, dagegen bestanden diese Prüfung nicht. Nach der Kontrolle unserer deutschen Pässe, wurde mir die Einreise verweigert. Mein Pass war abgelaufen. Genau eine Woche zuvor. Pardon gab es keines – abgelaufen ist abgelaufen. Ich könne ja ein Tagesvisum beantragen, kostet auch nur 30 Schweizer Franken. Ich entschied mich, statt dessen vor der Grenze zu warten, bis mein Bruder zurückkam.

Als ich im Mai 2006 nach einem 10-tägigen Besuch in Tirana, Albanien von meiner Gastfamilie zum Fährhafen von Durres gebracht wurde, stellte ich fest, dass auch der Bundesgrenzschutz in anderen Ländern seiner dienstlichen Pflicht nachkommt. Diese Pflicht bestand darin, mit einem fetten Maschinengewehr bewaffnet vor einem dünnen Maschendrahtzaun zu stolzieren und Menschen, die sich auf mehr als 5 Schritte dem Zaun näherten mit wildem Gefuchtel und lautem Geschrei zum Rückzug zu bewegen. Obwohl wir vom Abschied sehr berührt waren, wagten wir es nicht, uns länger als wenige zähneknirschend geduldete Momente in den Arm zu nehmen. Es war ein ergreifendes Lebwohl, und wusste nicht, was schlimmer war: Die von der EU erzwungene Isolation Albaniens vom restlichen Europa, oder die Art, wie albanische Grenzschützer diese Kluft durch spürbare Menschenverachtung noch weiter vergrößerten.

Dass Grenzwächter nicht nur auf die Einhaltung nationalstaatlicher Reinheitsgebote achten, sondern auch die Volksgesundheit in besonderer Weise schützt, – und deshalb komme ich überhaupt erst zu diesem langen zollrechtlichen Exkurs – erfuhr ich vor wenigen Tagen per Brief. Das Zollamt Frankfurt am Main / Flughafen wirft mir vor, gegen das deutsche Arzneimittelgesetz verstossen zu haben. Konkret geht es um eine Bestellung für ein Medikament mit dem Wirkstoff Finasterid.
Finasterid ist in Deutschland nicht illegal und wird für folgende Zwecke eingesetzt: 1. Zur Behandlung von Vergrößerungen der Prostata und 2. bei erblich bedingtem Haarausfall.
Nun kann ich sagen, dass meine Prostata eine ausgezeichnete Größe besitzt und ich zu keiner Zeit je unter ihr gelitten habe – mit meinen Haaren sieht das jedoch anders aus. Vor einigen Jahren bemerkte ich, dass die Haardichte in beunruhigendem Maße abgenommen hatte und meine Kopfhaut deutlicher denn je zwischen den dünnen Strähnen hervorblitzte. Nun war dies keine unerwartete Entwicklung: Mein 4 Jahre älterer Bruder trug schon seit einigen Jahren mit stoischer Gelassenheit eine Glatze.
Bei mir dagegen hatte das Schicksal ein Einsehen, denn wie sich just zu diesem Zeitpunkt herausstellte, war es dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim gelungen ein Medikament zu entwickeln, das genau den bei mir festgestellten genetischen Haarausfall überaus erfolgreich bekämpft. Nach einer ärztlichen Untersuchung wurde mir „Propecia“ verschrieben und nach rund 3 Monaten staunte ich nicht schlecht über den wieder deutlich dichter werdenden Haarschopf. Einen Haken hatte das Ganze jedoch: Den Preis.

Eine 3-monatige Behandlung kostete rund 200 Euro. Dazu kamen noch die Untersuchungskosten des Arztes, sowie die Kosten für das regelmässig auszustellende Rezept. Klarer Fall, dass ich meine Haare so lange wie möglich behalten wollte, aber genauso klar, dass ich für einen finanziellen Ruin in meinem Alter noch nicht bereit war.
Nach etwas Recherche in Foren zum Thema Haarausfall und Behandlungsmethoden fand ich heraus, dass es Alternativen gab:
„Propecia“ besteht nämlich aus Tabletten mit je 1mg Finasterid. Die Tabletten müssen täglich genommen werden und sind in den meisten Fällen Nebenwirkungsfrei (es gibt in sehr seltenen Fällen leichte Nebenwirkungen). Die Wirkung von Finasterid wurde Anfang der 90er Jahre entdeckt, als bei der Behandlung von Prostatapatienten mit 5mg „Proscar“ als Zusatzeffekt eine Verringerung des Haarausfalls sowie eine teilweise Wiederherstellung der bereits ausgefallenen Haare beobachtet wurde. Schliesslich wurde „Propecia“ entwickelt, das mit 1mg je Tablette genau so viel Finasterid enthält, dass es den Haaren nützt, ohne sich nachteilig auf die Prostata auszuwirken.
Der Preisspar-Trick bestand nun darin, die alten 5mg-Pillen zu kaufen und diese dann in 4-5 gleich grosse Teile zu zerteilen. Durch den wesentlich geringeren Preis von „Proscar“ liessen sich dadurch im Jahr mehrere hundert Euro einsparen. Eine weitere Ersparnis brachte es, sich „Proscar“-Generica von internationalen Apotheken zu bestellen. Produkte wie „Fincar“ oder „Finpecia“ wurden dort zu wesentlich geringeren Preisen angeboten als die vergleichbaren Medikamente hierzulande. Die Wirkstoff Finasterid dagegen sowie die enthaltene Menge war die selbe. Natürlich warnte der Hersteller in einschlägigen Broschüren vor sog. „gefälschten Medikamenten“ und möglichen schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit, da die Generika womöglich mit schädlichen Inhaltsstoffen versehen sein könnten. Ich gebe zu, ich vermute auch, dass es schwarze Schafe gibt unter ausländischen Medikamentenherstellern, und natürlich sollte man sich immer sehr genau informieren woher ein Medikament kommt, und wer es verkauft. Die zahlreichen positiven Berichte über „Fincar“ und „Finpecia“ im Netz überzeugten mich jedoch von deren Unbedenklichkeit und so bestellte ich. Man kann natürlich der ganzen Welt misstrauen, aber wenn man wiederholt von guten Erfahrung mit einem bestimmten Medikament von einer bestimmten Internet-Apotheke liest, kann man durchaus von einer gewissen Glaubwürdigkeit sprechen, egal, was Unternehmen wie „Merck“ oder „Boehringer Ingelheim“ davon halten.
Ich muss sicher nicht erwähnen, dass ich mich seit Beginn der Behandlung über den angenehm dichten Haarwuchs freue und zu keiner Zeit Probleme mit der Zerteilung der Fincar-Tabletten hatte. Im Gegenteil: Ich habe eine Menge Geld gespart und würde aus meiner Erfahrung dieses Medikament zur Behandlung von genetisch bedingtem Haarausfall sofort empfehlen. So war es durchaus ein Schreck als mir das Zollamt Frankfurt in dieser Woche mitteilte, dass der von mir gewählte Weg des Erhalts meiner Haare ohne Kauf eines völlig überteuerten und verschreibungspflichtigen Medikaments in Deutschland eine Straftat ist. Schlimmer noch: Durch einen Fehler der Internet-Apotheke wurde die Anzahl der tatsächlich bestellten Pillen versehentlich verdoppelt! (von 90 Tabletten (reicht für ungefähr 1 Jahr und kostet 50 Euro) auf 180 Stück!) Für diese Verwechsung kann ich rein gar nichts nichts. Tatsächlich lassen sich über diese Seite auch nur max. 90 Tabletten bestellen, mehr ist technisch gar nicht möglich! Im gelieferten Paket waren es aber trotzdem 180 Stück, die Hölle weiss, warum. Nun wirft mir das Zollamt vor, Medikamentenhandel zu betreiben und will wissen, an wen ich die Tabletten weiterverkaufen möchte (WTF?). Es ist außerdem daran interessiert zu erfahren, ob ich Sport treibe und ob ich durch die Einnahme von Finasterid meine sportlichen Leistungen steigern möchte (W-T-F-!?). Ja, genau, das dachte ich dann auch.
Würde mir das Zollamt jetzt nicht mit einer Anzeige drohen, dann wäre das wahrscheinlich lustig. Ich frage mich – wie schon oft in meinem Leben zuvor – ob staatliche Stellen nichts besseres zu tun haben, als Privatpersonen mit Bagatellen zu kriminalisieren. Mal ist es Schweinefleisch, mal ein Abschiedsknuddler an der Grenze, mal ein seit wenigen Tage abgelaufener Pass und jetzt ein stinknormales in Deutschland zugelassenes, aber im Ausland viel billigeres Medikament, dessen Einfuhr aus nicht nachvollziehbaren oder zumindest zweifelhaften Gründen strafrechtlich verfolgt wird. Ich bin sicher, der ein oder andere Medikamentenschützer wird mir jetzt entgegenhalten, dass die strenge Kontrolle von Medikamenten in Deutschland tatsächlich der Volksgesundheit dient, dass die Entwicklung neuer Medikamente sehr teuer sei und all diese begründe, warum Medikamente in Deutschland für den doppelten bis hin zum zehnfachen Preis verkauft werden als in anderen Ländern (z.B. Frankreich oder Grossbritannien). Ich würde das gerne glauben, aber den Glauben an viele schöne Dinge habe ich schon vor Jahren verloren. Tatsächlich berichten Artikel in Zeitungen wie „Spiegel“ regelmässig über die kartellrechtlich bedenkliche Situation der Pharmaindustrie in Deutschland, über völlig überteuerte Medikamentenpreise, die Apothekeninflation und darüber, dass von vielen wirksamen und nützlichen Medikamentenneuentwicklungen nur wenige Prozent tatsächlich auf den Markt kommen. Georg Schramm sagte in der Juni-Ausgabe von „Neues aus der Anstalt“ dass in den letzten Jahren von 400 neuen Präparaten nur 7 einen neuen Wirkstoff hatten. Der Rest sei Pipifax. – Dass relativ wenige wirklich neue Medikamente entwickelt werden liegt nicht daran, dass neue Medikamente nicht wirksam wären, sondern weil die damit voraussichtlich erzielbaren Gewinnsteigerungen nur knapp im zweistelligen Prozentbereichen liegen. Was für jede andere Unternehmenssparte Traummargen sind, ist der Pharmaindustrie schlicht zu wenig, denn mit der Praxis alte Knüller neu aufzulegen (und damit auch oft zu neuem Patentschutz verhelfen) lässt sich einfach mehr verdienen. Man darf sich nichts vormachen: Pharmakonzernen geht es in erster Linie nicht um die Heilung und Linderung von Krankheiten und Beschwerden, sondern darum, hohe Gewinne zu erzielen. Patente auf Medikamente verhelfen den Unternehmen zu vielen Jahren Konkurrenzfreiheit, in denen sie bei hohen Preisen vergleichsweise geringen Herstellungskosten haben. Die angeblich so hohen Entwicklungskosten sind lächerlich im Vergleich zu den Gewinnen, die ein Unternehmen damit einfährt. Dabei ist die Frage, ob menschliche Gesundheit überhaupt eine Gewinn-orientierte Angelegenheit sein sollte. Mir ist zwar bewusst, dass ein Medikament gegen Haarausfall eher im Bereich Lifestyle anzusiedeln ist, trotzdem frage ich mich, ob es nicht reicht, dass man mit dem Verkauf dieses Mittels nur grosse Gewinne erzielt? Gibt es irgendwo ein Recht darauf, mit dem Verkauf dieses Mittels „schweine-mässig“ grosse Gewinne zu erzielen?

Umso ärgerlicher ist es, wenn man bedenkt, dass diese Praxis durch deutsche Gesetze nicht verhindert, sondern im Sinne der Pharma-Industrie sogar geschützt wird. Die Praxis des deutschen Zolls, den privaten Import von Generika strafrechtlich zu verfolgen ist nur ein Aspekt davon. Einer, mit dem ich mich jetzt auseinandersetzen muss.
Es ist so ärgerlich: Ich bin kein dummer Bürger, der Risiken für seinen Körper nicht selbst abschätzen kann. Der Staat unterstellt mir jedoch genau das. Mich erinnert dieses Spiel an die Zeit, in der meine Mutter vom Krebs gequält auf dem Sterbebett lag und wir uns gefragt haben, wieso das einzige schmerzstillende Medikament, das ihr einigermassen geholfen hat, in Deutschland nicht zugelassen war. Die Antwort wussten wir natürlich alle. Aber was bleibt einem schon als Bürger, der vom Staat keine Hilfe zu erwarten hat, sondern bestenfalls Bestrafung?
Man schmuggelt, man zweifelt, man schweigt.

 
 

30 Reaktionen zu Der Zoll der Eitelkeit

  1. Uwe

    Bei so professionellen Artikeln trau ich mich meistens gar nicht, überhaupt einen Kommentar abzugeben, (und ich halte mich oft zurück, obwohl ich gerne tät), weil ich denke, dass meine Banalitäten dem Artikel schlecht tun.

    Andererseits, ggf. wertet das den Artikel ja noch auf, weil die Diskrepanz noch deutlicher zum Vorschein kommt.

    In diesem Sinne: Saugut geschrieben!

  2. jan

    kopf hoch, haare werden überbewertet.

    zum ernsteren teil: ich bin sehr froh, in einem land zu leben wo eben nicht alles zu gunsten von profit auf den markt geschmissen wird. beispiele sind z.B. Absinth oder Red Bull damals in der alten zusammensetzung. Bei den Medikamenten ist das ja ähnlich. Dass die Medikamente so teuer sind ist aber schon etwas merkwürdig. Ich würde mich über ein paar Quellen freuen, aus denen die Gründe dafür hervorgehen.

  3. nico

    das zeug brauch ich auch!
    wie wird denn genetisch bedingter haarausfall festgestellt?
    reicht es wenn meine haar die struktur meines opas haben und der sagt ich hätt noch drei jahre und wäre dann kahl wie er?

  4. @jan: diese Quellen würden mich auch interessieren ;)

    @nico: Das stellt Dein Hausarzt in einer kurzen Untersuchung fest. Bedenke aber, dass Finasterid nur bei 60% der Männer wirkt, und dass man es mind. 3-6 Monate einnehmen muss, um überhaupt eine Änderung feststellen zu können.

  5. ThomasE

    Tja, die liebe Pharmaindustrie - Gerüchten Zufolge soll sie auch immer mal wieder als Mafia betituliert werden - muss eben ihre Position schützen. Und da kann es eben nicht gehen, dass da jeder einfach auf einem freien Weltmarkt seine Medikamente bezieht! Das wäre sozusagen Betrug an der einheimischen Wirtschaft. Daher hat die Politik ja auch immer wieder ein Einsehen mit der verletzlichen Pharmabranche und schützt sie. Man stelle sich vor, der Staat würde seine Hand nicht über sie halten: Man käme noch auf die Idee, dass irgendwas im Gesundheitswesen falsch laufen könnte. Nein, nein mein lieber, die Strafe ist schon angebracht! Damit du und alle anderen eine Lehre aus diesem Fehlverhalten ziehen können.

  6. Peter h aus B

    Der Grund? Frag doch mal die Pharma Lobby. Eine der mächtigstens Lobbys bei uns.
    Die werden wahrscheinlich sagen: wir wollen uns dumm und dämlich verdienen.

  7. jan

    jaja "die da oben".. ich weiß. Aber Fakten wie "Was kostet die Zulassung eines Medikaments in Deutschland" und welche weiteren Faktoren eine Rolle spielen müßten sich doch ermitteln lassen. hach, ich hab grad selbst ein bisschen über meine naivität geschmunzelt

  8. Wideking

    Mein Beileid wegen des Haarausfalls, ist keine schöne Sache nicht und der Wiedergewinn der Haarpracht ist sicher noch über der einfachen Kosmetik anzusiedeln. Guter Artikel, auf eine Sache würde ich aber gerne eingehen, weil sie mir wiedersprüchlich klingt. Du monierst sachte, dass die Herstellung von Medikamenten und Präperaten nicht unter dem Primat der Gewinnmaximierung erfolge sollte. Welche Alternativen bieten sich ? Ich sehe das, wie einen Kippschalter, freie Wirtschaft Staatliche Reglementierung, natürlich gibt es Nuancen aber letztendlich haben wir eine Wippe die auf einer der beiden Seiten steht. Verneint man die freie Wirtschaft, hat man staatliche Reglementierung und die wiederum will eigentlich jeder selbstdenkende und eigenverantwortliche Mensch ("Jeder weiß selbst am Besten was für ihn gut") so gut als möglich abschütteln, wie du ja auch selbst schreibst. Wird die Entwicklung von Pharmaprodukten in die Hände von staatlichen Stellen gelegt, landet man vielleicht später beim Pappauto der Pharmazie, dem Trabantis.
    Grüße

  9. DrNI

    Es ist schon unangenehm, wenn man konsequent für 10-20 Jahre älter gehalten wird und wenn einem schon beim Zivildienst der Vorgesetzte sagt "Wenn ich mit 40 so aussehe wie du, dann erschieße ich mich". Man kann mit ohne Haar leben. Aber es gibt schöneres. Schade, daß günstige Abhilfe in Deutschland anscheinend verboten ist. Ich glaube nicht an Verschwörungstheorien. Aber irgendwie riecht das doch nach... nennen wir es mal Lobbyismus.
    Wir erinnern uns an die Firma Linde Gas, die mit der Patentierung von Stickstoffmonoxid als Medikament dieses bei Säuglingen mit Lungenfunktionsstörungen eingesetzte Gas um den Faktor 50 verteuerte, obwohl es immer noch das gleiche Zeug war. Nur: Die Krankenhäuser konnten es sich halt nicht mehr leisten. Doch netterweise wurde das Patent dann für unwirksam erklärt...

  10. alx

    @jan

    Red Bull war früher nicht stärker, es war und ist immer das selbe Rezept. Allerdings stehen in Österreich die Inhaltsstoffe pro Dose drauf, während in Deutschland pro 100ml drauf steht.

  11. cyberdune

    Dein Artikel ist gut.
    Deine Argumentationen für einen Juristen unsinn, für einen Wirtschaftler schlicht Schwachsinn!
    Allerdings kann man eines nicht vom Tisch fegen - ich hole mal aus:

    Alle Pros und Contras lassen das Contra meistens verlieren. Das erlebt man unter anderem in der Personalausweisfrage, bei der Onlinedurchsuchung, und dem gesamten weiteren Schwachsinn, den die aktuelle Weltpolitik seit 11/9 fabriziert.

    Die Pros sind und bleiben argumentativ immer stärker! So weh das auch tut, das ist ein Gesetz der Politik.

    Allerdings - und hier mein Einwand - gibt es eine Komponente, die bei der ganzen Versachlichung vernachlässigt, sogar ganz ignoriert oder böswillig weggefegt wird, und die der Author in seinem Artikel so schön aufzeigte:

    WIR SIND MENSCHEN! WIR HABEN GEFÜHLE! WIR MACHEN FEHLER, UND DAS IST AUCH GUT SO! JEDER IST ANDERS, UND DAS IST NOCH VIEL BESSER!

    Wo bleibt die Menschlichkeit? Bei allem Pro und Contra vergessen die VERFICKTEN, VERBOHRTEN Juristen, Wirtschaftler, Lobbyisten und VOR ALLEM DIE POLITIKER und das verdummte Volk das diese wählt, das wir fühlende selbstbestimmende Wesen sind, die sich in ihrer Umgebung wohl fühlen wollen.
    In einer verkopften, mit Regeln und Sonderregeln und Ausnahmen dieser vollgestopften Welt - in einer Welt, die Laborbedingungen entspricht WILL ICH NICHT LEBEN, fühle ich mich nicht wohl!
    Ich lebe lieber mit einer "Terrorgefahr", unter der im Schnitt in Europa tatsächlich (von mir aus jährlich) paar hundert Menschen sterben, in kompletter Freiheit, als in einer Welt, in der bei Betreten des Bahnhofs meine Iris mit der "Bürgerdatenbank" abgeglichen wird, wo eine Bestellung von Generika aus Indien mich verdächtig macht und die Behörden berechtigt mich zu durchleuchten (ohne mein Wissen), und der entdeckte online-Koran mich in eine Terrordatenbank befördert.

    Ladendiebstahl ist keine schwere Straftat. Aber bald wird die Polizei die Bilder mit den Personalausweisen abgleichen können, und es auch tun, weil die Wirtschaft es so fordert!

    ICH WILL NICHT DER WILLKÜR DES STAATES AUSGELIEFERT SEIN!

    Ich will in einer schmutzigen, lebendigen, pulsierenden, offenen, demokratischen, menschlichen und spannenden Gemeinschaft leben.
    Nicht in einer sauberen, kontrollierten, behördlich geregelten, von Angst und Misstrauen geprägten Struktur, wo jeder nach Verhaltenmustern gescannt und bewertet wird.

    Ich will (weil ich clever genug bin - und deswegen auch manchmal zu dumm ;-) mir Tabletten von da bestellen, wo ich meine dass es besser wäre für mich. Passiert online zu viel Scheiße, an der Tausende Fliegen sterben, gehe ich aus Vorsicht lieber zu meiner Apotheke, die mich berät und mir deswegen für einen kleinen Beratungsaufpreis ordentliche Medikamente beschafft.

    Es sterben immer ein wenig Menschen, um der Gesellschaft die Grenzen aufzuzeigen. Und diese Grenzen verscheiben sich leider ständig im Generationenwechsel.
    Das ist Natur! Das ist Evolution! Das ist menschlich! Das müssen wir akzeptieren! Das müssen wir dankbar annehmen!

    Ich will, dass die Behörden an den Grenzen an die Bürger denken, und extra Verabschiedungsräume einrichten.
    Ich will, dass meine sterbende Mutter das bekommt, was ihre Familie und sie sich wünschen und der Arzt daraufhin absegnet. Unabhängig von Vorschriften und Verordnungen! Wofür ist er denn Arzt geworden? KEIN BOCK AUF DIE SCHEISS PARAGRAPHEN und Beamte, die sich einmischen.

    Ich weiß, war jetzt alles ein wenig abgedriftet von Thema, wollte ich aber mal einfach loswerden ;-)

  12. @Wideking: Schwierige Frage - allerdings ist sie ja schon mit der Gegenfrage, ob es nicht reicht, grosse Gewinne statt “schweine-mässig” grosse Gewinne einzufahren, schon fast beantwortet. Die Entwicklung von Medikamenten sollte durchaus den Anreiz haben, mit dem Verkauf Geld zu verdienen - aber das muss ja nun kein Freicoupon für eine Gelddruckmaschine sein. Der Staat regelt hier ja ohnehin schon - er könnte aber auch anders regeln - mehr im Sinne der Patienten.

    @cyberdune: abgedriftet hin oder her - hast ja recht ;-)
    Wenn der Staat seinen Bürgern mehr Eigenverantwortung zugestände, wäre das wirklich schön. Allerdings befürchte ich, dass viele Bürger mit der Eigenverantwortung gar nicht zurecht kommen. In den USA sieht man das als schlechtes Vorbild: Wer sich bei McDoof die Hand am Kaffee verbrüht, hat gute Chancen auf Schadensersatz, egal wie dumm und blöd er sich angestellt hat. Klarer Fall, dass die Klagechancen bei Schäden durch Medikamente noch viel besser stehen. Deutschland unterscheidet sich da gar nicht mal so sehr (nur die vor Gerichten erstreitbaren Summen sind nicht so hoch, dass es sich lohnt). In der Konsequenz heisst das: Mehr Eigenverantwortung, aber auch weniger Klagechancen. Ich wäre ja bereit das einzugehen, aber sind das auch die anderen?

  13. cyberdune

    @manniac

    Das siehst du falsch..
    Der wesentliche Unterschied zu Amerika ist genau der, den du ansprachst:

    In Amerika wird (aus Angelsächsischer Tradition) die Produkthaftung als Marktkontrollierendes Element benutzt.
    In Mitteleuropa gibts die Staatliche - sprich GS oder TÜV, etc..

    Wer in Deutschland einen Anschnallgurt produziert, muss diese Produkt VOR Markteinführung prüfen lassen. Kommt da ein GS-Siegel drauf, hat man die Zulassung in der Tasche und ist weitgehend frei von Verantwortung - sprich, wenn nun ein Autofahrer sich damit stranguliert, kann man den schwarzen Peter weit von sich weisen und sagen, man hat ein geprüftes Produkt, der Fahrer ist selbst Schuld. Sind Unzulänglichkeiten nachzuweisen, spricht man da Juristisch nur noch von Fahrlässigkeit, nicht Schuld in Absicht oder "wider besseren Wissens". Das ist Juristisch ein riesen Unterschied.

    Wer in Amerika einen Anschnallgurt produziert, kann diesen direkt auf den Markt bringen (inzwischen auch nicht mehr so leicht) und Haftet mit dem Produkt direkt am Verbraucher - sprich, wenn nun ein Autofahrer sich damit stranguliert, kann die Familie Ansprüche geltend machen, weil nur fahrlässig geprüft wurde, ob er auch sicher sei, UND der Tod unschuldiger Menschen billigend in Kauf genommen wurde zwecks Gewinnmaximierung. Der Konzern muss also am Besten wirtschaftlich bestraft werden, mit Geldern, die die Entwicklungskosten übersteigen und/oder Summen, die sich in der Bilanz merklich niederschlagen. Auch als abschreckendes Beispiel, damit soetwas nicht Schule macht und Nachahmer findet. Deswegen steht plötzlich auch bei Wendys oder Burger K. "Vorsicht Heiß" auf der Tasse!

    Ich finde unser System besser, aber die Regelungswut ist schon pervers, in die es abdriftet..
    Ich wünsche mir ein Mischung aus heutigem Luxemburg, heutiger Niederlande und Deutschland um 1969 von den Gesetzen und der Freiheit her..

  14. chehggy

    Ja, kann ich nur zustimmen, guter Artikel. Zumindest schildert er wirklich sehr menschlich, was in einem so vorgeht, wenn man sich als Einzelperson 'ploetzlich' allein gegen den grossen, angeblich guten Vater Staat gestellt sieht. Wahlweise auch gegen die Wirtschaft. Nennen wir's mal pauschalisierend Gesellschaft.

    Aber: es ist genau dieses ploetzlich, dass mich so ein bisschen wundert. Wenn nicht gar aufregt. Es ist doch kein Geheimnis, dass dieses Gesundheitssystem nicht hauptsaechlich wegen demographischer Veraenderungen oder den unangemessenen Gehaltsforderungen der Aerzte oder der Krankenkassen vor die Hunde geht. Es sind auch nicht hauptsaechlich die privaten Versicherer, die das System kranken lassen. Es ist eben doch die Pharmaindustrie.

    Und wie weiter oben schon ganz richtig eingewandt: es ist ganz natuerlich. Es ist natuerlich, dass diese Unternehmen nach Gewinnmaximierung streben, denn das ist, wie man so schoen sagt, das Gesetz des Marktes.

    Was nicht natuerlich ist: das marktwirtschaftliche Prinzipien in einem gesellschaftlichen Sektor gelten, dessen primaeres Ziel Hilfe ist - und zwar um jeden Preis. Denn das kann nur dazu fuehren, dass die Preise unwahrscheinlich in die Hoehe schnellen. Diesen Gedankengang kann, denke ich, jeder ohne groessere Anstrengung nachvollziehen.

    Das Problem ist also in diesem Fall absurderweise der Markt, den manniac versuchte zu nutzen, um sich selbst zu helfen. Denn der Markt sorgt zwar theoretisch fuer niedrigere Preise (und das ist ja im Ausland auch nachweislich so), aber nur unter der Praemisse, dass die gleichen Regeln fuer alle gelten. Mit staatlich kontrollierenden Regelungen wie Patentschutz, etc. wird dieses Prinip aber aufgehoben. Der Markt ist nicht mehr 'frei'.

    Nun bin ich alles andere als ein Verfechter des freien Marktes... aber diese Gedankengaenge sind doch alle relativ naheliegend. Und mich wundert es immer wieder, wie man relativ ahnungslos neben dieser gesellschaftlichen Realitaet her lebt, bis es einen selbst betrifft. Und dann ploetzlich betroffen feststellt: aber so ist das doch irgendwie nicht richtig, oder?

  15. cyberdune

    *klatschklatsch*

    sehe ich auch so

  16. urbandesire » Blog Archive » links for 2007-09-25

    [...] BLOG OFF ! » Der Zoll der Eitelkeit Kleine Geschichte über den deutschen Zoll (tags: blogging) [...]

  17. Monstropolis - Monstrositaeten des Alltags

    Der Deutsche Zoll: Medikamenteneinfuhr...

    Geschichten die das Leben schreibt - professionell erzählt - und - so wahr …
    ......

  18. Horst

    Ich nehme Propecia inzwischen seit anderthalb Jahren. Es hat bei meinen Haarausfall, der zum einen genetisch bedingt war, zum anderen durch einen Eisenmangel und dadurch entsprechend heftig war, nicht nur gebremst, sondern umkehrt. Sprich: Ich habe wieder deutlich volleres Haar und damit ein Stück Lebensfreude zurück. Aktuell übernimmt noch meine Kasse die Kosten, aber das wird es nach dieser Packung wohl gewesen sein.
    In 6 Monaten werde ich wohl deshalb nach einer preiswerteren Variante umschauen.
    Hätte ich deinen Artikel nicht gelesen, hätte mir genau dasselbe wie dir passieren können, aus reinem Unwissen über die rechtliche Situation. Deshalb bin ich sehr froh, über deinen Artikel gestolpert zu sein. Vielen Dank dafür!
    Meine Ärztin hat mir übrigens seinerzeit ein anderes Mittel zur Auswahl gegeben, das noch günstiger war, aber den Nachteil hatte, dass man es sich jeden Tag auf die Haare auftragen musste. Mag es also sein, dass es auch auf dem deutschen Markt preiswertere Varianten in Pillenform gibt?
    Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Rechtsstreit, vor allem die Sache mit dem "Handel" ist echt ärgerlich. Bei Haaren dauert eine Therapie halt mindestens ein Jahr, entsprechend viele Pillen braucht man auch, aber verklicker das mal dem Zoll ...
    Wie gesagt: Viel Glück!

  19. Politiker oder Volksverräter « Bornheim-Blog

    [...] Unternehmen   Auch ich mag das Gehabe der Pharmaindustrie nicht länger dulden und auch keine Zollbeamten mit Pharmalogo auf der Uniform. Aber ich sehe auch, dass Pharmaunternehmen, Wirtschaftsunternehmen sind die Geld [...]

  20. strappato

    Willst du wissen, wo deine Pillen hergestellt worden sind?

    http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/health/article2511583.ece

    Wem eine preiswerter Haarwuchs seine Gesundheit wert ist...

  21. @strappato: Danke für den Link. In dem Artikel geht es aber um gefälschte Marken wie Cialis und Viagra, nicht um Generika wie Finpecia und Fincar - das ist tatsächlich ein Unterschied, denn Produktfälschungen geben vor, ein bekannte Medikament zu sein, was es dem Patienten erschwert, die Vertrauenswürdigkeit des Medikaments zu beurteilen. Von Marken-Fälschungen bei Medikamenten würde ich daher grundsätzlich die Finger lassen.
    Wie im Artikel schon erwähnt, habe ich mich über den Hersteller Cipla von Finpecia und die das Medikament vertreibende Online-Apotheke informiert und positive Berichte gelesen, was jeweils mein Vertrauen jeweils gestärkt hat, keine schädlichen Produkte zu kaufen.

    Interessant in diesem Zusammenhang ist auch Ciplas Rolle im Vertrieb von Medikamenten gegen HIV/AIDS, was man z.B. unter der oben genannten Adresse nachlesen kann. So kann Cipla - unter Umgehung von Patentrechten allerdings - die Medikamente für rund 300 US$ im Jahr anbieten statt der 12,000 US$, die bei anderen Herstellern anfallen. Wer bei dieser Preisdifferenz zum Thema Pharma-Patente nicht argwöhnisch wird, glaubt wahrscheinlich auch, die katholische Kirche sei eine Non-Profit-Organisation.

  22. monalisa

    Hallo,
    ich habe das selbe Problem (Schreiben vom Zollamt Frankfurt, Drohung mit Anzeige) wegen einem fast identischen Fall. Wie ist es bei Dir gelaufen? Was kommt auf mich zu? Bin ich jetzt ernsthaft in Schwierigkeiten? Bitte um Antwort.
    Vielen Dank im Vorab.
    M.

  23. hairstyler

    Hallo zusammen,

    möchte mich meinem Vorredner anschließen und auch über Erfahrungen des Ermittlungsverlaufes erfahren. Welche Konsequenzen hatte die ganze Nummer und hat man Strafen zu erwarten?

    Grüße
    H.

  24. Bis heute gab es keine weiteren Konsequenzen. Offenbar hat das Zollamt die Pillen einfach einbehalten und sich seiner Dinge gefreut. Ich habe nie wieder von ihnen gehört ...

  25. hairstyler

    @ manniac

    Hast Du den Fragebogen bzgl. Herkunft, Menge, Bezahlung etc. ausgefüllt oder auf diese selbst belastenden Angaben verzichtet?

    Grüße
    H.

  26. Ich habe den Fragebogen wahrheitsgemäß ausgefüllt, also auch die Herkunft, Menge und Bezahlung angegeben. Welche andere Wahl hätte ich gehabt, die hatten doch die Sendung schon abgefangen ;-)

  27. pulmoll

    hm, bürokratische mühlen mahlen leider sehr langsam und wenn sie erst von deiner reise erfahren? paranoia, paranoia, ick hör dir trappsen ;-)

  28. MC Winkels weBlog» Blog Archive » Projektende und Erfahrungsbericht: MC Winkel nahm 6 Monate das Haarwuchsmittel ‘Propecia’ (Wirkstoff Finasterid)

    [...] hat alles mit einem Beitrag über Propecia bei Manniac. Dort erfuhr ich, dass man gar nicht unbedingt das teure Original-Haarwuchsmittel (ca. 30€ pro [...]

  29. RobinBlood

    Das Problem ist vielleicht nicht mal das Importieren, sondern nur von wo aus man dies importiert (Rumänien und Bulgarien sind noch recht günstig und erlaubt):

    http://www.zoll.de/b0_zoll_und_steuern/d0_verbote_und_beschraenkungen/c0_schutz_menschl_gesundh/a0_arzneimittel/a0_private_einfuhr/index.html

    Arzneimitteleinfuhren aus EU-Mitgliedstaaten [ ... ]
    Arzneimittel, die aus diesen Staaten von einer Privatperson für ihren persönlichen Bedarf in einer Apotheke erworben werden, dürfen im Reiseverkehr nach Deutschland verbracht werden. Dies gilt auch für entsprechende Arzneimittel, die auf dem Postwege von Privatpersonen an Privatpersonen versandt werden.
    Lieferungen von zugelassenen oder registrierten Arzneimitteln durch Apotheken im Wege des Versandhandels an Endverbraucher sind ebenfalls grundsätzlich zulässig.

    Arzneimitteleinfuhren im Postversand aus anderen Staaten:
    Die Einfuhr von Arzneimitteln durch Privatpersonen im Postversand aus den übrigen Staaten ist generell verboten. [ ... ]

  30. Holiday

    Ich bin gerade in Indien und möchte von dort dieses Medikament mit nach Deutschland nehmen. Wieviel darf ich eigentlich mit nach Deutschland einführen ?
    Eigenbedarf!


Nachfolgebeitrag:
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