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Meine Kanäle: Comedy & Cartoons / Reise-Abenteuer / Vlog-Schrott
 
8. August 2007 / 06:55

Praktisch sein ist eben nicht alles.

Screenshot der Apple Site

Ich geb’s zu, ich hab ein Problem mit Apple: Schizophrenie.
Das liegt daran, dass ich bereits mit diesen Rechnern gearbeitet habe.
Das liegt daran, dass ich mit PCs gearbeitet habe.
Es liegt daran, dass ich Grafiker bin.
Es liegt daran, dass ich Programmierer bin.

Im Gegensatz zum René oder Batz bewerte ich Apple weder nach Sexyness noch pauschaler Aversion.
Ich mache mir Gedanken zu den Produkten. Ich überlege, ob die Firma Apple sich etwas sinnvolles ausgedacht hat und ob das Design der Rechner dem Arbeiten an den Geräten eher schadet oder nicht, bzw. mir hilft, schneller und entspannter zu arbeiten.
Mein Eindruck? Durchwachsen. Die Alternativen? Ebenfalls durchwachsen.
Erwartet hier keine detaillierte Analyse.
Ich kann nur sagen, die Dinger sehen verdammt schick aus und sind um Meilen mehr auf Ergonomie getrimmt als jeder PC.
Wenn ich mich in meinem Arbeitszimmer umsehe und insbesondere auf den Kabelsalat unter meinem Schreibtisch schiele, werde ich geradezu wehmütig.

4 Kabel. Es sind verdammte 4 Kabel zwischen den Apple Komponenten.
*unterdentischschau*

… bei 20 hab ich aufgehört zu zählen…
Verdammt nochmal, wieso macht sich denn in der PC-Welt keiner die Mühe, zumindest mal ein bisschen praktisch zu denken?

Andererseits ist der iMac natürlich auch sehr schnell zugekabelt, wenn ich diverse Geräte wie Drucker, Scanner, TV-Karte, externer Festplatte, etc. hinzufüge. Hm.
Und die praktische Sound-Schublade mit 12tausend Anschlussmoeglichkeiten meiner Soundkarte, meine ZWEI voneinander unabhängigen Gehäuseinternen RAID-Systeme, sowei meine ZWEI DVD-Laufwerke möchte ich auch nicht wirklich missen…
Hm. Man kanns mit der Ergonomie auch übertreiben…

Aber dann ist der Monitor eben auch so schön silbrig-schwarz und die Tastatur schnieke und überhaupt bewegen sich die Fenster unter OS X einfach schöner.. Batz: Klappe. Sie bewegen sich schöner.
Nur, wo wird die Rechenkraft, die dafür nötig ist, wieder abgezwackt?
Ausserdem gibt es doch recht viele Unlogeleien bei Apple, die aus unerfindlichen Gründen jeder Mac-Fan total logisch findet! Wieso kann man Fenster nur rechts unten kleiner und größer ziehen? Wieso gibt es bei vielen Programmen keinen vernünftigen Vollbildmodus, es sei denn, man stretcht sein Fenster bis zum Rand? Was soll der blöde Quatsch mit Laptops, die nur eine Maustaste besitzen?
Und, seien wir mal ehrlich: Die Software und der Systemsupport steht und fällt mit der Nutzerbasis. Da kann Apple mit seinem grossen Konkurrenten einfach nicht mithalten. Wobei, so langsam ändert sich das ja auch …

Es ist ein Krampf. Hat man einen eindeutigen Vorteil entdeckt, lugt schon ein passender Nachteil ums Ecke und macht Bätsch! Oder umgekehrt.

Allerdings gebe ich zu: Wenn sie noch ein bisschen besser werden und die Windows-Unterstützung weiter zunimmt, vielleicht kauf ich mir dann doch irgendwann eine Apfel-Hülle und spiel das andere Fenster-System ein… ich glaube, dann habe ich beide Lager vergrätzt XD

Mal sehen… aber ich denke, bis das aktuell wird, werden noch viele Keynotes den Bach runterfliessen…

 
 

5 Reaktionen zu Praktisch sein ist eben nicht alles.

  1. Bernd

    Das Problem mit den Maustasten, dass Hardcore-Apple-User zwar Intel-Chips aber bestimmt keine Maus/kein Trackpad akzeptieren, das aussieht als hätte sie/es zwei Tasten, haben sie mittlerweile recht elegant gelöst: Zwei Finger aufs Trackpad legen, klicken und schon gibt's das Kontextmenü …

    Und was die zweifelsohne vorhandenen Inkonsistenzen in der Benutzeroberfläche angeht, sind Mac-User da ziemlich mäkelig – allerdings nicht in Gegenwart von PC-Nutzern … (Also nicht weitersagen …)

  2. Helmut

    An die fehlende Maustaste habe ich mich schnell gewöhnt. Im Gegenteil: Es ist wirklich bequem mit dem tippen von einem oder zwei Fingern einen Klick zu simulieren.
    Das mit dem Vollbild-Modus stört mich an manchen Ecken, aber sehr selten. Vor einem Jahr habe ich ja auch noch Windows benutzt. Unter OSX braucht man aber kein Vollbild. Alle Menüs sind statisch am oberen Bildschirmrand angeordnet und weitere Optionen übernehmen kleine Fenster, die links oder rechts vom Hauptfenster angeordnet sind. Die Gewöhnung dauert ein paar Tage und - wie gesagt - ich habe Vollbild selten vermisst und die grüne Blase noch seltener wirklich benutzt.

  3. Chilli

    Ich würde auch sagen, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und was das unnötige Verschwenden von Hardware-Ressourcen angeht, da macht Vista so schnell keiner etwas vor, wenn das Aero-Theme richtig aufgedreht ist. Nur nebenbei, das 3D-Gebimsel und Fenster effektionieren haut unter Ubuntu mit Beryl schon länger wesentlich sparsamer hin.
    YouTube suche: Vista vs Beryl

  4. @bernd: zweifinger-klicken... hm.. wäre ne idee... aber ich weiss nicht, ob ich mich dran gewöhnen könnte... ich mag doch die rechte taste auf meinem thinkpad sehr gerne :-)

    @chilli: danke, habs mir bei youtube mal angesehen. hm, mir wäre der ganze 3D-Kram unter Ubuntu ein bisschen zu viel. Ich mags lieber flach und ohne grossen grafischen 3D-nippes. das empfinde ich beim mac ja durchaus als sehr chic: es ist zwar designed, überfordert damit aber nicht das auge. beim windows 2000-design dagegen mag ich die technische attitüde sowie die tatsache, dass das design sehr wenige resourcen verschwendet (sofern man alle animationen abgeschaltet hat).
    das winxp und vista dagegen ist mir gleichermassen ein greuel... wobei xp wirklich abstossend haesslich ist und vistas klarlack-oberfläche schlicht zu lahm

  5. marten

    rechte maustasten werden überbewertet. die variante mit den zwei fingern ist sehr angenehm und das man die fenster nur links- und rechtsunten saklieren kann ist mir jetzt erst aufgefallen wo du es sagst. ich bereue den wechsel nicht und sitzt fast nur noch am mac und überleg noch meine dose auszutauschen. nur das ist net so einfach weil ich eben nicht auf meine beiden monitore verzichten möchte.

    alles hat vor- und nachteile.


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